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SALUTOGENESE
Philosophie
Mit der Umsetzung der Gesundheitsreformen sind die Menschen immer mehr gefordert, in der Gesundheitsvorsorge selbst aktiv zu werden und Verantwortung für ihre Gesundheit zu übernehmen. Aber was erhält uns gesund? In dem Versuch, die Frage für sich zu beantworten, stößt man auf den Medizinsoziologen Aaron Antonovsky und die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die sich mit der Gesundheitsförderung - der Salutogenese - maßgeblich beschäftigt haben.
Basierend auf deren Erkenntnissen hat die tegut.... Arbeitsgruppe „Salutogenese“ versucht, Wege zu finden, wie Sie im Alltag Ihr Wohlbefinden steigern können und damit die Gesundheitsförderung, die Salutogenese aktiv betreiben können.
Bereiche, die einen wesentlichen Einfluss auf das Wohlbefinden haben, sind Ernährung, Bewegung und Bewusstsein. Hier kann jeder Mensch für sich auf die Suche nach Ansatzpunkten gehen, wie er sein Wohlbefinden verbessern kann.
Was erhält uns gesund?
Salutogenese – das ist der Fachbegriff für die Forschungen und Erkenntnisse in der Gesundheitsförderung, die sich der Frage stellen, was den Menschen gesund erhält. Das Konzept dazu geht maßgeblich auf den Medizinsoziologen Aaron Antonovsky (1923-1994) zurück. Die Weltgesundheitsorganisation entwickelte daraus sieben Grundbedingungen für ein gesundes Leben, die es anzustreben gilt:
- ein stabiles Selbstwertgefühl,
- ein positives Verhältnis zum eigenen Körper
- Freundschaft und soziale Beziehungen,
- eine intakte Umwelt,
- sinnvolle Arbeit und gesunde Arbeitsbedingungen
- Gesundheitswissen und Zugang zur Gesundheitsversorgung
- eine lebenswerte Gegenwart und die begründete Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft.
Übernehmen Sie Verantwortung für Ihre Gesundheit!
Gleichzeitig werden genau diese Grundbedingungen durch vielfältige Einflüsse des Alltags immer wieder gestört oder sind noch nie erreicht gewesen.
Dennoch: Davon müssen wir nicht krank werden. Die „salutogene“ oder gesunderhaltende Strategie lautet stattdessen, sich diesen Herausforderungen zu stellen, nicht zu resignieren, sondern Taktiken zu entwickeln, die den Lasten ihre Macht nehmen und die Lust auf das Leben als solches (wieder) stärken. Eine Herausforderung, auch eine Krankheit, aktiv anzunehmen, ist danach der bessere Gesundheitsschutz, als ihr aus dem Weg zu gehen oder sie zu verleugnen. Wie diese Strategien im Einzelnen aussehen, gilt es zu entdecken. Hilfreich ist dabei eine ordentliche Portion Realitätssinn, der zeigt, was man als unwandelbar akzeptieren lernen muss und wo man die Möglichkeit zur Veränderung hat. Wem es gelingt, so Antonovsky, mit sich selbst und seiner Um- und Mitwelt im „Reinen“ zu sein, der verfügt über den besten Gesundheitsschutz.
Dipl. oec. troph. Brigitte Neumann Ernährungswissenschaftlerin und Wissenschaftsjournalistin aus Erlangen, weitere Veröffentlichungen unter www.gesunder-mausklick.de
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