Unsere Partnerin bei den Kulinarischen Reisen
Bernadette Holler-Glissner
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Wie ernähre ich mich nachhaltig?
Das Ernährungsverhalten beeinflusst nicht nur unsere Gesundheit, sondern übt Wechselwirkungen zwischen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft aus. Weltweit wird es zunehmend wichtiger, ein Gleichgewicht zwischen diesen Handlungsfeldern herzustellen. Auch Sie können eine Beitrag leisten und nachhaltig handeln.
Je nachdem, mit welchen Lebensmitteln Sie Ihren Einkaufskorb füllen, können Sie dabei gleichzeitig für nachhaltige Werte eintreten. Sie als Verbraucher entscheiden nicht nur darüber, mit welchen Lebensmitteln Sie sich versorgen und etwas Gutes tun möchten, sondern z.B. auch darüber, welche Entwicklung Sie denjenigen ermöglichen wollen, die diese Lebensmittel für Sie erzeugt haben.
Wie nachhaltig ein Produkt ist, kann man nicht direkt riechen, schmecken oder spüren. Unabhängige Kontrollen, Siegel, Transparenz und Erzeugungsweisen wie der Bio-Landbau oder die Nachhaltige Fischerei helfen Ihnen jedoch dabei, Ihre Kaufentscheidung zu treffen.
Mit der Entscheidung für Fisch aus bestandserhaltendem Fang werden Handel, Unternehmen und Fischereien darin bestärkt, zukunftsbewusst zu handeln. Der nachhaltige Fischfang kommt letztendlich auch der Artenvielfalt zu Gute, weil er der Überfischung der Weltmeere entgegenwirkt.
Bio-Produkte werden ohne Gentechnik und ohne chemisch-synthetische Spritzmittel angebaut. Zudem bekommen die Bio-Landwirte einen fairen Preis für ihre Erzeugnisse. Das sichert nicht nur ihre Existenz, sondern lässt auch genügend Raum für die Weiterentwicklung ihrer Betriebe. Darüber hinaus trägt der Bio-Landbau zum Schutz der Böden und des Grundwassers und zur Erhaltung der Artenvielfalt in der Natur bei.
Durch die Unterstützung der gentechnikfreien Landwirtschaft wird nicht nur die traditionelle Landwirtschaft mit ihrer breiten Fruchtfolge gefördert, sondern letztlich auch die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen zurückgedrängt. Gentechnikfreie Lebensmittel erkennen Sie an dem bundesweit einheitlichem „Ohne Gentechnik“-Siegel auf den Produktverpackungen.
Fair gehandelte Lebensmittel sind typische Erzeugnisse, die aus Entwicklungsländern importiert werden, wie Kaffee, Kakao, Tee, Bananen, Orangensaft oder Schokolade. Die Erzeuger erhalten einen faire Preise für ihre Erzeugnisse, der deutlich über dem Weltmarktpreis liegt. Dieses faire Einkommen sichert nicht nur die Existenz der Erzeuger in den ärmeren Ländern im Süden, sondern hilft auch dabei, in Bildung, Gesundheit und Einrichtungen zu investieren.
Regionale Lebensmittel haben kürzere Transportwege – die Lebensmittel sind dadurch frischer sowie der Energie- und Rohstoffverbrauch geringer. Frische Lebensmittel schmecken natürlich, weil sie so wenig wie möglich bearbeitet wurden. Mit der Förderung regionaler Landwirtschaft wird das Einkommen der Landwirte gesichert und die Kulturlandschaften Ihrer Region erhalten.
Saisonale Produkte sind in der Hochsaison meistens günstig im Preis, weil es zu diesen Zeiten ein sehr großes Angebot gibt. In Saisonzeiten wird im Freiland angebaut – das hilft dabei, den Heizölverbrauch und C02-Emissionen einzusparen.
Bernadette Holler-Glissner
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