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QUALITÄT
Qualtätsmanagement

Die Frage nach der Qualität ist genauso wenig leicht zu beantworten wie die nach der Gesundheit. Man bemerkt sie eigentlich nur, wenn einem etwas fehlt.

Dieses Erlebnis des Fehlens kann bei verschiedenen Menschen, je nach ihren Erwartungen sehr unterschiedlich sein. Also wird die Qualität vor allem dadurch beschrieben, dass etwas – was allgemein zu erwarten ist – nicht fehlen darf. Das sicher zu stellen ist eine erste und vielleicht auch die wichtigste Aufgabe des Qualitätsmanagements.

Qualitätsmanagement bei tegut... geht aber darüber weit hinaus. Wir stellen uns immer wieder die Frage, wie können wir Dinge besser machen und das bezieht sich sowohl auf die Produkte, soweit wir sie beeinflussen können, aber auch auf die Sauberkeit, den Service und den Gesamteindruck unseres Marktes. Schließlich ist Einkaufen ja ein Gesamterlebnis.

So werden bei der tegut... Qualitätsarbeit Entwicklungs- und Sicherungsaufgaben entlang des gesamten Prozessweges wahrgenommen.
Ein Anliegen ist es, sowohl Maßnahmen zur Qualitätssicherung als auch Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität & Güte der Produkte bewusst anzugehen.
Bei den Sicherheitsmaßnahmen, die als Basisleistungen anzusehen sind, geht es uns insbesondere darum, den rechtlichen Rahmen zu sichern. Der Schutz der tegut... Kunden hat hierbei oberste Priorität.
Alle dort integriert aufgebauten Systeme sind dadurch gekennzeichnet, dass tegut... für diese Leistungen Selbstverantwortung übernimmt. Hierzu gehört der Aufbau zweier eigener akkreditierter Laboratorien, der Aufbau eines eigenen Kundenpanels und vieles mehr.
Alle Sicherungssysteme müssen bei tegut... zusätzlich ihren Prozessnutzen beweisen. Das bedeutet, dass die Prozessverantwortlichen die Qualitätssicherungssysteme als in ihren Arbeitsprozess integriert erleben und nicht als zusätzliches, neben den normalen Betriebs- und Arbeitsabläufen bestehendes System wahrgenommen werden. So erreichen sie die beste Wirksamkeit.

Die Prozessbetrachtung entlang der Warenströme bedingte in den letzten Jahren, dass wir konsequent Qualitätssicherungssysteme als Systeme der „vertikalen Integration“ ausgeprägt haben. Das bedeutet: Qualitätsarbeit beginnt dort, wo Qualität entsteht, nämlich auf dem landwirtschaftlichen Betrieb. Hier liegt ein besonderes Augenmerk unserer Arbeit.
Die landwirtschaftlichen Betriebe sehen wir als echte tegut... Partner, die von uns auch kontrollierend, aber insbesondere beratend begleitet werden.

In diesem Sinne wollen wir Mitverantwortung bis auf die landwirtschaftliche Stufe übernehmen und fördern ein echtes Bewusstsein für unser gegenseitiges Abhängigkeitsverhältnis im positiven Sinne.
Diese Art der Mitverantwortung ermöglicht es, Qualitäten direkt zu beeinflussen und nicht nur zu erhalten.

Bei der Bewertung der Qualitäten ist es wichtig, nicht nur zwischen Sicherheit und Qualität zu unterscheiden, sondern auch den Qualitätsbegriff selbst an den Bedürfnissen und Anforderungen der Menschen auszurichten. Das heißt zum einen, dass wir die Wünsche der Kunden mit Hilfe von „Kundenbetreuung“ und „Marktforschung“direkt aufnehmen und in unsere Sortiments- und Qualitätsarbeit einfließen lassen. Es bedeutet zum anderen, dass sich unser Qualitätsbegriff direkt von den Anforderungen und Erfordernissen unseres Körpers, also insbesondere unserer Ernährung, herleiten lassen muss.

Diese Erkenntnis führt dazu, dass sich die Qualitätsarbeit im Unternehmen intensiv mit der Frage zur Ernährung und zur Salutogenese beschäftigt.

Welche Vorstellungen tegut... von Ernährung hat, prägt unmittelbar auch das Qualitätsverständnis. Wichtig ist, dass die Frage nach der richtigen Ernährung immer eine individuelle Frage ist. Aus dieser Individualität folgt, dass es für jeden einzelnen Menschen eine „richtige“ Ernährung gibt, zu der er sich frei entscheiden kann und muss. Diese Entscheidungsfreiheit gilt es zu respektieren, was auch bedeutet, auf Ge- und Verbote weitgehend zu verzichten. Diese Freiheit setzt auf die Erkenntnis, diese wiederum auf das bewusste Wahrnehmen von Essbedürfnissen und schließlich auf ein eigenverantwortliches Umsetzen. Es erfordert Interesse auf der einen und sensible Sinneswahrnehmung auf der anderen Seite. Hier können wir als verantwortungsbewusstes Lebensmittelunternehmen aktiv sein, indem wir unseren Beitrag dazu leisten, dass unsere Kunden urteilsfähig für diese Fragen werden; über Wissen und Interesse verfügen und so ihre Entscheidungen gut und fundiert treffen können.
Diese Entscheidung für ein Lebensmittel oder für eine bestimmte Ernährung betrifft aber längst nicht nur die Frage der stofflichen Ebene von Lebensmitteln, also die Frage nach Nährwerten, Kalorien und Vitaminen. Fassen wir nur diese ins Auge, so würde eine vollwertige Ernährung den menschlichen Körper schon mit allen notwendigen Stoffen versorgen. Aber mit der Ernährung sprechen wir nicht nur diese stofflichen Bedürfnisse unseres Körpers an, sondern auch Bereiche, die im geistigen Bereich liegen.
Auch die Seele des Menschen sucht Nahrung und will befriedigt werden. Dies kann durch ein besonderes Aussehen, Geschmack oder das Gemeinschaftserlebnis beim Essen angesprochen werden.
Sprechen wir von „Genuss“ beim Essen, sind es oft diese Aspekte, die uns zu diesem Urteil veranlassen. Gehen wir einen Schritt weiter, so entdecken wir einen weiteren Aspekt bei der Frage, „Wodurch erfahren wir beim Essen eine echte Stärkung?“. Diese Stärkung muss letztendlich als Schaffung von Freiraum für unser Denken, Fühlen und Wollen verstanden werden. Eine rein stoffliche Betrachtung von Ernährung kann dies nicht bieten. Diese Stärkung erfährt der Körper durch Vital- und Bildkräfte der Pflanzen und Lebensmittel, die unser Körper aufnehmen und verwandeln kann.

Daraus resultiert eine Qualitätsbetrachtung, die ebenfalls dreiteilig ist.

So geht es uns bei unserer Qualitätsarbeit sicherlich darum, dass stoffliche Rahmenbedingungen eingehalten werden müssen. Es geht in diesem Falle um die Sicherheitsfrage, die Einhaltung rechtlicher Anforderungen, wie Rückstandshöchstmengen, Einhaltung der deklarierten Nährstoffe, Abwesenheit von Kontaminanten und Krankheitserregern, die Einhaltung von Handelsklassen etc. .

In der zweiten Stufe geht es um die Frage, welchen Prozess hat das Lebensmittel bei seiner Entstehung hinter sich gebracht und wie wirkt sich dies auf seine Qualität aus?

Und auch bei der Qualitätsfrage ist die dritte Stufe wichtig: Wie wirken diese Lebensmittel letztendlich auf die Menschen, die sie aufnehmen?

Die letzte Frage ist sicherlich noch nicht mit Routinemessverfahren zu beantworten, die uns bei den vorgenannten Punkten vorliegen, bei der labortechnische Möglichkeiten uns exakte Ergebnisse liefern – aber mit dieser Frage beschäftigen wir uns forschend in unserem Forschungsinstitut KWALIS Qualitätsforschung Fulda.
Zahlreiche Entwicklungsprojekte schließen sich dieser Frage an und es ist unser erklärtes Ziel, die Qualität des Sortimentes im Sinne einer echten „Menschenorientierung“ immer weiter zu entwickeln und unser „Motto“ jeden Tag noch ein bisschen wirklicher werden zu lassen: tegut... gute Lebensmittel.

 


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