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Wolfgang Gutberlet tegut..., Gerloser Weg 72, 36039 Fulda oder per E-Mail unter: guteLebensmittel@tegut.com
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ÜBER UNS
Hinterfragen Sie! Denken fördert das Wohlbefinden!
Ausgehend vom Menschen als Denkendem, Fühlendem und Wollendem – wie Pestalozzi* sagt: mit Kopf, Herz und Hand Begabtem – und der Einsicht, dass ein Mensch, der nach Gesundheit strebt, sich um alle drei Glieder präventiv kümmern muss, soll diesmal die Aufmerksamkeit auf unseren Denkraum gelegt werden. Gelegentlich sagt man: „Ja, dieser Mensch ist aufgeräumt“ oder „Er hat Ordnung in seinen Gedanken“. Dabei können wir die Gedanken anderer Menschen nicht kennen. In dem schönen Volkslied „Die Gedanken sind frei“ heißt es in der Fassung vor 1865: „(...) Wer kann sie erraten? / Sie rauschen vorbei / Wie nächtliche Schatten. / Kein Mensch kann sie wissen, / Kein Jäger sie schießen. / (...)“ (den kompletten Text haben wir für Sie hier bereitgestellt)
Wir gewinnen nur einen Eindruck über die Gedanken des anderen durch seinen Ausdruck. Dazu nehmen wir nicht nur seine Sprache auf, sondern beobachten auch sein ganzes Verhalten und seine Taten. Doch trotz allen Bemühens, unser Denken wird dem des anderen nur ähnlich werden können, nie gleich. Im Denken sind wir uns selbst am nächsten und ganz individuell. René Descartes (1596-1650), frz. Philosoph, hat diese Erkenntnis umgedreht und den berühmten Satz gefasst: cogito ergo sum – ich denke, also bin ich. Wenn wir uns also selbst verwirklichen wollen, dann muss das im Denkraum beginnen, und von da ausgehend die Wirklichkeit gestalten. Sonst landen wir in der Nachahmung oder bleiben Ge-Triebene.
Heute gehen manche Wissenschaftler in der Suche nach der materialistischen Ursache so weit, dass sie das Denken auf die Genetik des Menschen zurückführen und ihm damit seine Freiheit absprechen. Andere – auch ich – sind überzeugt, dass wir unsere Gedanken zu führen haben und in ihnen mit einem Geistig-Göttlichen über uns verbunden sind.
Die Gedanken sind frei, heißt es in dem schon erwähnten Volkslied, und es lohnt sich, dafür zu kämpfen, dass sie frei bleiben – z.B. dafür, dass unsere Bildung weder von der Politik noch von der Wirtschaft gegängelt wird, und dass Informationsmacht nicht zusammengeballt und ausgerichtet wird, um uns zu manipulieren.
Auch wenn unser Essen und Trinken nicht nur leiblich und seelisch wirkt, sondern ebenso auf den Geist – die Hauptnahrung für das Denken sind doch die Informationen. Und wenn sie einseitig und vergiftet sind, ist das genauso gefährlich, wie wenn das mit der Nahrung passiert. Grundrechtlich werden Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Religionsfreiheit usw. nicht in Frage gestellt. Aber es entstehen – wie bei den Lebensmitteln – eine ganze Reihe von Mechanismen, die auf praktischem Wege sehr einschränkend auf die Qualität und Reichhaltigkeit unserer Informationen wirken. Auch deshalb müssen wir unser Denken üben, mehr noch als unseren Leib.
Wenn ich etwas übe, will ich auch den Erfolg sehen. Dazu muss ich mein Denken beobachten lernen. Das ist gar nicht so einfach, aber das, was eigentlich mit dem Wort Selbstbewusstsein beschrieben wird. Dazu gehört auch, dass ich meine Informationsaufnahme ähnlich kontrolliere wie meine Essensaufnahme.
Wer Methoden zum Üben sucht, wird sie finden. Vieles wird heute angeboten, von Denksportaufgaben bis zur Meditation. Im Alltag übt jedes Hinterfragen! Möge uns etwas Üben gelingen, damit unser Körper auch einen gesunden, sich entwickelnden Geist tragen darf.
Ein gutes Leben wünscht Ihnen Ihr Wolfgang Gutberlet
In der Juni-Ausgabe 2008 folgt die Auseinandersetzung mit dem Menschen als Fühlendem und dem Beziehungsraum.
*Johann Heinrich Pestalozzi (1746-1827), schweizer. Pädagoge und Sozialreformer.
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