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Algen – Gemüse aus dem Meer

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Wie schmecken Algen und was kann ich damit zubereiten?

Nori-Algen kennt jeder halbwegs erfahrene Sushi-Esser. Sie ummanteln die lecker gefüllten Reisröllchen des Maki-Sushi, einem Klassiker der unter den Reishäppchen. Dass es noch viel mehr essbare Algen gibt, ist eher unbekannt. Bei tegut… haben Sie jetzt die Gelegenheit, neue spannende Produkte kennenzulernen …

1. Algen – Essen aus neuen Lebensräumen


An den Küsten der britischen Inseln, Frankreichs und Portugals haben Gerichte mit Algen schon seit Jahrhunderten Tradition und in vielen Teilen Asiens ist das Meeresgemüse ein fester Bestandteil des Speiseplans.

Weltweit gibt es vermutlich mehr als 500 000 Algenarten – das Spektrum umfasst Süß- und Salzwasseralgen und reicht von klitzekleinen Mikroalgen bis zu sehr großen Makroalgen (Tang). Bislang weiß man wenig über die pflanzenartigen, Photosynthese treibenden Wasserbewohner. Manche Algenarten sind essbar, als Lebensmittel zugelassen bislang nur wenige.

Dass protein- und nährstoffreiche Algen eine wichtige Rolle in der Ernährung der Zukunft spielen könnten, belegen Forschungsprojekte wie „Seafood“. Hier untersuchen Wissenschaftler des Frauenhofer-Instituts für Lebensmittelentwicklung, mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), wie man Algen als nachhaltige Protein- und Nährstoffquelle für Menschen und Tiere nutzen kann.

In diesem Sinne sollte es sich lohnen, diesem Thema auf der Spur zu bleiben. Und verdeutlicht auch die Notwendigkeit, der Verschmutzung der Meere Einhalt zu gebieten, um diesen Raum für die Erzeugung neuer Lebensmittelgrundlagen nutzen zu können.

Wenn Sie selbst erfahren möchten, wie die neuen Algenprodukte schmecken, schauen Sie ruhig mal bei tegut… vorbei. Hier finden Sie eine Auswahl von nachhaltig erzeugten Produkten in Bio-Qualität – von Algengewürz bis Pasta. Und wir haben auch ein paar Vorschläge, wie Sie diese beim Kochen lecker einsetzen können …

2. Algenprodukte bei tegut…

Bio Meeres-Spaghetti (getrocknet)

30 Minuten in Wasser quellen lassen – schon vergrößert die Braunalge (Himanthalia elongata) ihr Volumen bis aufs 4-fache! Meeresspaghetti können roh als Salat verzehrt werden oder kommen als raffinierte Beilage oder mit Pasta auf den Teller: einfach zusammen mit „normalen“ Spaghetti aus Hartweizengrieß zubereiten und mit Pesto oder Sugo servieren.

Meeres-Spaghetti getrocknet

Meeres-Spaghetti gekocht

Bio Kombu-Meeresgemüse

Mit einem leichten Rauchgeschmack veredelt die Kombu-Alge (Laminaria digitata) Salate, Suppen und Nudelgerichte. Weil ihre Würze den Geschmack verschiedenster Gerichte hervorhebt, überzeugt sie als universelles Küchengewürz.

Bio Nori-Flocken

Was sonst beim Sushi kleine Maki-Häppchen ummantelt, kommt hier in Flockenform aus der Tüte. Die Nori-Flocken des Purpurtangs, getrocknet und geröstet, verleihen Fisch-, Reis- und Gemüsegerichten eine maritime, mild-würzige Note.

Bio Meersalat Flocken

Der Meersalat (Ulva lactuca) ähnelt frischem Blattsalat kommt weltweit an fast allen Küstenregionen, auch an Nord- und Ostsee vor. Schonend getrocknet und zerkleinert sind die Algen eine attraktive marine Würze für Vorspeisen, Suppen und Salate.

Bio Dulse Alge – rote Meeresalge (getrocknet)

Die nordische rote Meeressalge (Palmaria palmata) bringt mit ihrem hübschen Rotviolett so richtig Farbe auf den Teller! Die getrocknete Alge schmeckt recht salzig. Roh eignet sie sich zum Würzen. Durch Einweichen wird sie viel milder, man kann sie kochen oder braten. Top für schnelle Pfannengerichte mit Fisch und Gemüse!

Dulse Algen mit Kartoffeln
Dulse Algen mit Fisch und Gemüse

Bio Honig-Sauce

Eine harmonische Zubereitung aus pikantem Senf und nordischem Zuckertang (Saccharina latissima) schmeckt als Sauce oder Dip zu Fleisch, Fisch und Vegetarischem – ideal zum Grillen!

Bio Algen-Gewürzzauber (vegan)

Hier warten drei außergewöhnliche Meersalzmischungen mit nordischem Zuckertang (Saccharina latissima) auf probierfreudige Köche! Raffiniert für vegane Aufstriche, Salate, Pasta und Gegrilltes!

Bio Algen-Pasta

Würzig-kräftige Pasta aus Bio-Hartweizengrieß und nordischem Zuckertang (Saccharina latissima). Einfach in reichlich Salzwasser garen und mit einem Gemüse- oder Meeresfrüchte-Sugo servieren – unbedingt ausprobieren!

Noch mehr Algenprodukte aus dem tegut… Sortiment

Wakame-Salat

Diese japanische Spezialität passt hervorragend zu Sushi und Fischgerichten sowie zu Gurken- und frischen Blattsalaten. Sie bekommen ihn an den Frischetheken unserer großen tegut… Märkte bei Fischen und Meeresfrüchten. Die in heißem Wasser gequollenen Algen in Sesamöl-Marinade überraschen durch einen festen Biss. Wakame ist eine mineralstoffreiche Braunalge (Undaria pinnatifida) und beliebte Würze für Miso-Suppe, eine Brühe aus fermentierten Sojabohnen.

Agar-Agar

Das Geliermittel ist eine vegane Alternative zu tierischer Gelatine. Agar-Agar wird aus Rotalgen (Rhodophyceae) gewonnen und gehört wie das vom Marmeladekochen bekannte Pektin (z. B. aus Äpfeln, Zitrusfrüchten) zu den löslichen Ballaststoffen und sind für den Menschen praktisch unverdaulich. Agar-Agar geliert zuverlässig, ist geschmacksneutral und bleibt auch bei höheren Temperaturen gut in Form – ideal für Sülzen, Kuchen, Torten und Desserts.

3. Drei Top-Rezepte mit Algen

Omelett mit Nori-Flocken

Zutaten für 1 Portion:
1/4 Bund Schnittlauch, 2 Eier (M), 1 El Butter, 1 El Nori-Flocken

Zubereitung
1. Schnittlauch waschen, trocken schütteln in Röllchen hacken. Eier und 2 El Wasser mit dem Schneebesen schaumig schlagen.
2. Butter in einer kleinen Pfanne (ø ca. 20 cm) schmelzen lassen – dabei schwenken, sodass sie sich gleichmäßig darin verteilt. Eimasse in die Pfanne geben und ca. 2 Min. stocken lassen, dann wenden, mit Salz, Pfeffer würzen und weitere ca. 2 Min. garen. Mit Nori-Flocken bestreut servieren.

Blüten-Salat mit Garnelen und Dulse-Algen

Zutaten für 2–3 Portionen
10 g Dulse-Algen, 200 g Riesengarnelen (King-Prawns, tiefgekühlt), 1 Bio-Salat-Mix (mit essbaren Blüten), 1 Knoblauchzehe, 1/2 rote Peperoni, 1 Tl Senf, 2 Tl Honig, 4 El Olivenöl, 2 El Zitronensaft, 4 El Orangensaft, Salz, Cayennepfeffer

Zubereitung
1. Dulse mit kochendem Wasser überbrühen und ca. 10 Min. einweichen, abgießen und abtropfen lassen. Garnelen in einem Sieb abbrausen, auftauen lassen. Salat waschen, trocken schleudern und in mundgerechte Stücke zupfen. Knoblauch abziehen, Peperoni waschen, putzen, beides fein würfeln.
2. Für das Dressing Senf, Honig, 2 El Olivenöl, Zitronen-, Orangensaft, Salz, Cayennepfeffer verrühren.
3. Garnelen in übrigem Olivenöl (2 El) rundum braten, mit Salz würzen, Knoblauch, Peperoni kurz mitbraten. Alles aus der Pfanne nehmen und mit Salat, Dressing und klein geschnittenen Dulse-Algen anrichten.

Kabeljau mit Wakame-Salat

Zutaten für ca. 2 Portionen
120 g Basmatireis, Salz, 1 Knoblauchzehe, 1 rote Zwiebel, 200 g Rispentomaten, 2 Kabeljau-Loins, 2 El Rapsöl, 1 Tl Chiliflocken, 80 g Wakamesalat (Algensalat, Fischtheke)

Zubereitung
1. Reis in Salzwasser garen.
2. Knoblauch, Zwiebel abziehen, Knoblauch in Scheiben, Zwiebel in Spalten schneiden. Rispentomaten mit Grün waschen und trocken tupfen.
3. Fisch in heißem Rapsöl ca. 8 Min. bei mittlerer Hitze braten, nach Hälfte der Garzeit wenden, Knoblauch, Zwiebelspalten sowie Rispentomaten mit Grün zugeben und mitgaren. Kabeljau mit Salz und Chiliflocken würzen, mit Basmatireis und Wakame-Salat servieren.

4. Algen – was steckt drin?

Alle bei tegut… erhältlichen Makroalgen-Produkte aus dem Trockensortiment kommen aus biologischem Anbau, wachsen in Salzwasser-Aquakulturen oder in Wildzucht auf. Bei der Trocknung wenden die Hersteller schonende Verfahren an, damit die wertgebenden Inhaltsstoffe bestmöglich erhalten bleiben.

Algen sind kalorienarm, liefern Vitamine (A, C, E), Mineralstoffe (Jod, Calcium, Magnesium), Proteine und Omega-3-Fettsäuren. Die Gehalte variieren nach Algenart, Umweltbedingungen, Erntezeit und Trocknung.

Interessant sind ihre geschmacksverstärkenden Eigenschaften. Algen enthalten ebenso wie getrocknete Tomaten, Parmesan, Shiitake-Pilze, Soja- und Fischsauce natürlicherweise Glutaminsäure.

Wichtiger Hinweis: Algen weisen zum Teil sehr hohe Jodgehalte auf. Die empfohlene tägliche Verzehrsmenge von 150 µg/Tag sollte nicht überschritten werden! Hinweise zu Jodgehalten finden Sie auf den jeweiligen Verpackungen der Algenprodukte. Durch Einweichen (Wasser zwischendurch wechseln) oder durch Kochen kann der Jodgehalt gesenkt werden. Bei Schilddrüsenüberfunktion sollte man auf den Verzehr von Algen verzichten.



Ines Teitge-Blaha
tegut… Kochwerkstatt

von Online-Redaktion

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