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Einkochen oder einwecken? Tipps und Rezepte

Lebensmittel haltbar machen - wir zeigen wie's funktioniert

Glaeser mit eingemachten Nektarinen

Wie entstand das Einwecken? Was passiert beim Einkochen und was sind die Vorteile? Diese und andere Informationen rund um das Einkochen erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Wie entstand das Einwecken?

Lebensmittel haltbar zu machen, ist ein Thema, mit dem sich Menschen seit Jahrtausenden befassen. Im Vergleich zum Trocknen, Dörren, Pökeln und Einlegen ist das Einkochen jedoch eine noch recht junge Methode. 1892 ließ sich der Chemiker Rudolf Rempel aus Gelsenkirchen das Verfahren patentieren: Ihm gelang es, Lebensmittel zu konservieren, indem er sie in Gläsern im Wasserbad sterilisierte und mit Hilfe von Gummiringen, Glasdeckeln und Metallklammern in den Behältnissen ein Vakuum erzeugte. Johann Weck aus Schneidhain im Taunus erwarb das Patent. Gemeinsam mit dem Kaufmann Georg van Eyck gründete er am 1. Januar 1900 die Firma Weck im baden-württembergischen Öflingen.

Die Renaissance des Einkochens

Tiefkühltruhe, Fertiggerichte, der Rückgang des Eigenanbaus und andere Veränderungen drängten das Einwecken zunächst zurück. Seit einigen Jahren stellt Weck jedoch bei der Absatzentwicklung des Einkoch-Zubehörs fest, dass es sich wieder wachsender Beliebtheit erfreut. Vor allem jüngere Verbraucher haben die Vorteile des Einweckens wieder für sich entdeckt.

Vorteile des Einweckens

So macht das Sterilisieren im Wasserbad Obst, Gemüse, Pilze oder Fleisch zuverlässig haltbar, während Nährstoffe und Aromen in hohen Anteilen erhalten bleiben. Dabei sorgen die Weck-spezifischen vertieften Glasdeckel und Ringe aus Naturkautschuk für besondere Lebensmittelsicherheit. Anders als bei Kunststoff-Dichtungen oder Gläsern mit beschichtetem Schraubverschluss ist hier garantiert, dass keine Weichmacher in den Glasinhalt abgegeben werden. Durch ihre Wiederverwendbarkeit sparen die Gläser Kosten und Rohstoffe. Auch die Kautschuk-Gummiringe sind ausgekocht mehrfach verwendbar. Anders als bei Tiefkühlkost, verbraucht die Lagerung kaum Energie, weshalb sie ebenfalls Klima und Umwelt schont.

Leckere Rezepte

Zugleich eröffnet das Haltbarmachen im Wasserbad ungeahnte Möglichkeiten einer wirklich kreativen Küche. Viele Verbraucher verbinden das Verfahren mit dem Konservieren einzelner Saisonfrüchte wie Kirschen, Erdbeeren, Bohnen oder Gurken. Doch auch komplette, leckere Fertiggerichte sowie Desserts und Kuchen lassen sich mit dem Verfahren bestens haltbar machen. Drei ganz wunderbare Rezepte zum Einwecken haben wir für Sie erprobt, mit denen Sie ganz sicher den Sommer ins Glas zaubern:


1. Erdbeer-Konfitüre mit Balsamico >
2. Sonniges Paprika-Relish >
3. Tomaten-Orangen-Gelee >

Was passiert beim Einkochen?

Das Erhitzen während des Einkochens sorgt dafür, dass Keime, Bakterien und Pilzsporen abgetötet werden. Zugleich sorgt der im Glas entstehende Überdruck für eine lang anhaltende Konservierung bei sicherem Verschluss: Die Klammern und der Gummiring verwandeln den Glasdeckel in ein Überdruckventil. Luft, Dampf und Flüssigkeit entweichen aus dem Glas. Von außen dringen weder Luft noch Wasser ein. Dadurch entsteht im Glasinneren ein Unterdruck oder Vakuum. Der natürliche Normaldruck von außen presst den Verschluss zu. Das Abnehmen der Klammern nach dem Erkalten zeigt, ob das Glas zuverlässig geschlossen ist.

Das passende Zubehör zum Einwecken – also Gläser in zwei Formen und verschiedenen Größen nebst Deckeln, Einkochringen und Klammern sowie Entkerner, Entsafter und Waage – gibt’s jetzt in vielen tegut… Märkten und dazu auch das Einkochbuch von Weck!

von Online-Redaktion