tegut… Ihr Supermarkt für gute Lebensmittel

Mehr Würze, weniger Salz - wie ich meinen Salzkonsum reduzieren kann

1
Vielen Dank für Ihre Bewertung :-)
aktuelle Newsbeiträge
grobes Salz

Salz steckt in fast allen Lebensmitteln – fehlt Salz, fehlt es in der Regel an Geschmack. Es heißt ja nicht umsonst auch im übertragenen Sinne gerne, etwas ist das Salz in der Suppe – Salz ist eine kleine Zutat, die groß was erreicht.

Es besteht hauptsächlich aus den beiden Mineralstoffen Natrium und Chlor, chemisch kurz: NaCl, und enthält zu einem ganz geringen Prozentsatz Calcium, Magnesium und Kalium. Der Körper braucht Salz, keine Frage: 70 kg Mensch enthalten etwa 100 g Natrium, ein Gramm Natrium entspricht 2,5 g Salz. Es spielt unter anderem beim Weiterleiten von Nervenimpulsen eine große Rolle, beeinflusst Herz- und Muskeltätigkeit und vor allem die Wasserverteilung im Körper.

Im Tagesverlauf verlieren wir – zum Beispiel durchs Schwitzen – ca. 1 bis 3 g Salz, die ersetzt
werden müssen. Wie die Zahlen in der Infobox zeigen, liegt der Salzkonsum bei den meisten allerdings weit darüber. Auch wenn der Salzüberschuss in der Regel wieder ausgeschieden wird, bleibt der übermäßige Konsum häufig nicht ohne Folgen: er zählt zu den Hauptrisikofaktoren (Treibern) für die Entstehung von Bluthochdruck und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

durchschnittlicher Salzkonsum

In vielen europäischen Ländern gibt es längst erfolgreiche staatliche Initiativen, die dazu beigetragen haben, den Salzverbrauch pro Nase zu drosseln. In Finnland beispielsweise müssen seit 1977 besonders salzhaltige Lebensmittel durch einen Warnhinweis gekennzeichnet werden.

Seither sank der Salzverbrauch gewaltig und parallel dazu die Infarkt- und Schlaganfallquote.

Hierzulande ist bislang Eigeninitiative gefragt.

Packen Sie's an: weniger Salz, mehr Geschmack. Hier kommen ein paar praktische Tipps!

Tatsächlich ist salzen reine Gewohnheit. Wird die Salzmenge nach und nach reduziert, gewöhnen sich die Geschmackspapillen um. Das dauert ein paar Wochen, funktioniert aber. Wem das zu lange ist, der steigt auf würzige Alternativen um. Davon gibt es einige – zum Beispiel:

  • Kräutersalz: Können Sie entweder als fertige Mischung kaufen oder Selbermachen. Die ätherischen Öle der Kräuter liefern tolle Aromen, so ist es ganz leicht, mit weniger Salz auszukommen. Probieren Sie es doch mal mit Basilikum, Dill, Minze, Petersilie, Rosmarin, Schnittlauch oder Thymian. Egal ob frisch oder getrocknet, Kräuter eignen sich wunderbar zum Würzen von Gerichten.
  • Gewürze: Generell sind viele Gewürze eine tolle Alternative zu Salz und eine wunderbare Möglichkeit, das Essen zum Geschmackserlebnis werden zu lassen. Versuchen Sie doch zum Beispiel mal Zwiebelpulver als Salzersatz. Sehr lecker und noch dazu echt gesund. Oder Kümmel – der gibt Fleisch- und Fischgerichten, Suppen und Eintöpfen eine wirklich interessante Note.
  • Dünsten: Beim schonenden Dünsten von Gemüse oder Fleisch bleiben die natürliche Aromen weitestgehend erhalten, übermäßiges Salzen fällt so weg oder zumindest deutlich geringer aus.
  • Knoblauch: echt klasse, diese Knolle. Nicht nur voller scharfer Würze, auch gesundheitsfördernde Eigenschaften werden ihm zugeschrieben. Und 100 g Knoblauch enthalten nur 20 mg Natrium, damit besteht kein Risiko, die empfohlen Tagesdosis zu überschreiten.
  • Lieber frisch als fix & fertig: Viele Fertiggerichte sind eine echt salzige Angelegenheit. Schon mit einer Portion können Sie Ihren Tagesbedarf an Salz deutlich übersteigen. Besser, Sie greifen öfter zu frischem Obst und Gemüse, auch tiefgekühlt, aber unverarbeitet. Dann können Sie bei der Zubereitung selber bestimmen, ob und wie viel Salz Sie zugeben möchten.

Salzgehalt in Lebensmitteln

Bei vielen Lebensmitteln gibt die Nährstofftabelle Aufschluss über die Big 7, zu denen neben Fett, Kohlenhydraten und Zucker unter anderem auch Salz zählt. Wer will, kann sich so genau informieren, was er an Salz zu sich nimmt. Aber dann sind da ja noch die unverpackten Lebensmittel – hätten Sie gedacht, dass ein Plunderteilchen vom Bäcker satt Salz enthält?

Es steckt viel Salz in verarbeiteten Lebensmitteln :

Salzgehalt in Lebensmitteln

Salz runter, Genuss hoch

Die gute Nachricht: es gibt auch jede Menge Nahrungsmittel, bei denen es maximal heißt kann Spuren von Salz enthalten – damit kommen Sie genussreich durch den Tag.

Zum Frühstück können Sie guten Gewissens Honig, Haferflocken und Joghurt auftischen. Mittags etwas Gemüse? Am besten gedünstet. Auch Tomaten sind praktisch salzfrei, dazu ein Mozzarella – enthält deutlich weniger Salz als beispielsweise Halloumi, der nach einer britischen Studie sogar salziger als Meerwasser ist. Vorschlag für ein salzarmes Abendessen: Pfannkuchen mit Zwiebeln und frischen Champignons, dazu ein gemischter Salat, das Dressing mit frischen Kräutern gewürzt – damit werden Sie sich den Abend garantiert nicht versalzen.

Susanne Berndl
freie Journalistin/München

von Online-Redaktion

0 Kommentare

Jetzt Vorteile sichern...