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Resteküche: Wie Sie aus Resten ein Festessen zaubern …

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Mann und Frau stehen vor Kühlschrank mit Obst und Gemüse

Scannerblick durch die Küche: Käsereste im Kühlschrank, die Frischeauswahl im Gemüsefach nicht mehr ganz fit und noch ein paar Eier, die aufs Mindesthaltbarkeitsdatum zusteuern. Das schreit nach Omelette
Bevor leftovers Sie deprimieren, lassen Sie sich lieber von unseren Ideen inspirieren. Denn trotz guter Kalkulation passiert es immer mal, dass etwas übrig bleibt – egal, ob der Appetit kleiner war als gedacht oder mit Hunger eingekauft wurde. Es gelingt einfach nicht immer, so dosiert zu haushalten, dass Töpfe und Teller am Ende der Mahlzeit leer sind. Und weil die Tonne in dem Fall die schlechteste Lösung ist, haben wir Ihnen hier ein paar Rezepte und Ideen zusammengestellt, wie Sie das Jahr hindurch mit Resten köstlich kochen und auftischen können.

Frühling – Spargel, Rhabarber, Spinat, Osterhasen

Neben Frühblühern, die das Leben wieder bunt machen, hat der Frühling auch jede Menge frischer Obst- und Gemüsesorten zu bieten. Und weil man sich jetzt nach diesem Frischekick geradezu verzehrt, kann es sein, dass mal ein bisschen viel Grünzeug im Einkaufswagen landet. Kein Problem, das lösen wir mit einer Auswahl an Rezepten, die die Zweitverwertung im Fokus haben.

Während der frische Blattspinat an Tag eins wunderbar in Salate wandern kann – unseren Radieschen-Spinat- oder den Hirse-Salat zum Beispiel –, eignet er sich in der Regel ab Tag zwei besser in der warmen Küche. Gekocht oder blanchiert, in Lasagne, Muschelnudeln, einer Lachspastete oder Spinatknödeln– letztere haben den Vorteil, dass Sie gleich auch die trockenen Brötchen von letzter Woche loswerden können. Dass man Spinat nicht aufwärmen soll, ist übrigens eine der Küchenweisheiten, die sich hartnäckig halten, aber heutzutage eigentlich überholt sind – warum das so ist, beantworten wir hier.

Jetzt zum Spargel – ob weiß oder grün, frisch gekocht ein Genuss. Erster Tipp für die Resteküche: das Spargelwasser zusammen mit den Spargelschalen und -enden aufkochen, ziehen lassen, abseihen und als Basis für eine Suppe verwenden. Dann haben Sie wirklich alles verwertet. Das Spargelwasser eignet sich übrigens auch fürs Spargelrisotto, statt Brühe, hier lassen sich übriggebliebene Spargelstangen ebenfalls wunderbar verwerten. Das gilt auch für Omelettes, die in Sachen Verwertung ein echter Allrounder sind.

  • Spargel-Consommé mit Nordseekrabben

    Spargel consomme nordseekrabben petersilie brot salz pfeffer tulpen

  • Spargel-Risotto mit Petersilienöl

    Spargel risotto petersilienoel salt pfeffer tulpen

Und (fast) immer eine Option: einfrieren. Dann können Sie auch an einem trüben Oktobertag mal Spargel auftischen und ein paar Frühlingsgefühle hochkommen lassen.

Nächstes Gemüse (nein, kein Tippfehler, er gehört tatsächlich in die Familie der Knöterichgewächse …), noch ein Mythos aus der Gerüchteküche: Rhabarber darf man nicht roh verzehren. Falsch. Zwar stimmt es, dass Rhabarber viel Oxalsäure enthält, je näher wir dem Ende der Saison kommen, desto mehr, und deswegen nicht in Unmengen roh gegessen werden soll. Aber in unserem Ramazotti Rabarbaro sind die zarten Stängel nicht nur Deko, sondern durchaus zum Knabbern gedacht. Wenn Sie einen ganzen Bund zu Hause haben und das, was nicht in den Aperitif gewandert ist, dann ein paar Tage liegt, sind der Verwertung in der Küche praktisch keine Grenzen gesetzt – gekocht im Kompott, als Sirup, Chutney, karamellisiert zu deftigen Gerichten, verbacken im Kuchen, immer eine köstliche Sache.

  • Ramazotti Rabarbaro

    Ramazotti Rabarbero

  • Rhabarbersirup & -schorle

    Rhabarbersirup und Rhabarberschorle

  • Rhabarber-Himbeer-Streuselkuchen

    Rhabarber Himbeer Streuselkuchen


So. Und dann ist da noch Ostern. Und nach Ostern die Frage, wohin mit den nicht gefütterten Schokoeiern und -hasen. Damit kann man beispielweise klasse backen – Rezepte, in den geriebene Schokolade benötigt wird, gibt es satt. Und auch für Mousse au chocolat, Cookies und Schokofondue eignet sie sich bestens.

Sommer – Hochzeit für frisches Obst und Gemüse

Die Beete und Felder, Bäume und Sträucher quellen über: Erdbeeren, Aprikosen, Tomaten, Salate, Gurken, Birnen und so weiter. Schlaraffenland. Allerdings, auch typisch Sommer, die Temperaturen gehen hoch, die Haltbarkeit runter. Alles, was an Obst nicht mehr ganz frisch aussieht, ergibt den perfekten Obstsalat. Smoothies und Shakes aus unterschiedlichen Früchten gehen immer, je nach Rezept kommt auch Gemüse dazu. Erfrischt toll, wenn man ein paar Eiswürfel hinzugibt. Auch gerne genommen, unsere Crumble-Rezepte: die Basis ist immer reifes Obst, das in eine Auflaufform geschnippelt wird, Streusel obendrauf, in den Ofen, fertig. Und köstlich. Natürlich haben wir auch jede Menge Konfitüren- und Marmeladenrezepte für Obst, das weg muss: darunter Klassiker wie Erdbeer und Sauerkirsch, aber auch Exoten wie Zucchini-Apfel- oder Nektarine-Cashew-Konfitüre. Wenn Tomaten überfällig werden, sind sie perfekt für eine Tomatenkonfitüre oder unsere Sommertomaten-Gazpacho, da gehört noch Gurke und Paprika rein, auch die müssen nicht ganz frisch sein.

  • Exotischer Obstsalat

    Exotischer Obstsalat

  • Smoothie Rezepte

    Smoothie gruenkohl zitrone und hafergras

  • Melonen-Himbeer-Eisshake

    Melonen Himbeer Eisshake

  • Erdbeerkonfitüre mit Balsamico

  • Sauerkirsch-Cassis-Konfitüre

    Sauerkirsch Cassis Konfituere

  • Nektarinen-Cashew-Konfitüre

  • Tomaten-Konfitüre mit Aprikosen

    Tomaten Konfituere Baguette

  • Sommertomaten-Gazpacho

Überschüssige Tomaten lassen sich auch wunderbar zu Tomatensauce verarbeiten oder ganz einfach trocknen. Außerdem ist der Sommer natürlich BBQ-Zeit. Neben Fleisch macht sich auch Gemüse prima auf dem Grill, auch wenn es schon ein paar Tage alt ist – probieren Sie zum Beispiel unser buntes Grillgemüse mal. Wenn davon nicht alles gegessen wird, könnten Sie es gleich zu eingelegtem Grillgemüse weiterverarbeiten! Ein weiteres Überbleibsel von Grillabenden ist häufig Brot, in der Regel Baguette. Was macht man jetzt damit? Wir schlagen vor: Semmelknödel, Brotsuppe, Frikadellen, Bruschetta, Brotsalat, Croutons oder Paniermehl. Und einen köstlichen Nachtisch: den Scheiterhaufen.

Herbst – Eintöpfe, Aufläufe, Ofengemüse

Der Herbst startet meist harmlos, als Spätsommer. Er verwöhnt uns mit Äpfeln, Zwetschgen, Kürbis, jungem Wein. Und vielen Früchtchen, die nicht der (optischen) Norm entsprechen, besonders aus biologischem Anbau. Was für tegut… kein Ausschlusskriterium ist. Wir bieten auch Obst und Gemüse mit kleinen Schönheitsfehlern an, seit über 30 Jahren, schließlich ist der Geschmack entscheidend, auch wenn das Auge natürlich mitisst. Vielleicht kann es das ein oder andere Mal zugedrückt werden, wenn man weiß, dass man damit Lebensmittelverschwendung verhindert. Und wenn aus Äpfeln Kuchen oder Kompott werden, der Kürbis sich in eine Suppe verwandelt und die Zwetschgen  in Wein wandern, ist es letztlich egal, ob die Schale eine Vernarbung hatte oder schon ein bisschen schrumpelig war. Mehr Infos zum Thema Einkochen und Einmachen von schönem und nicht ganz so hübschen Obst und Gemüse findet Ihr hier.

  • Apfelkompott

  • Quarkknödel mit Rotwein-Zwetschgen

    Quarkknoedel mit Rotweinzwetschgen

Federweißer entsteht übrigens aus Trauben, die sich qualitativ nicht für gute Weißweine eignen, wenn man so will, kann man auch hier von köstlicher Resteverwertung sprechen. Werden die Tage dann immer kürzer und die Luft immer kälter, hat die deftige Küche Saison. Und Kürbis, Kohl und Kartoffeln ihren großen Auftritt: In Suppen und Eintöpfen, Aufläufen und als Ofengemüse. Alles sind wunderbare Gerichte, um Reste zu verbraten. Mit einem Überschuss an gekochten Kartoffeln lassen sich außerdem Bratkartoffeln, Frittata, Kartoffelsalat, Gnocchi und Herzoginkartoffeln zaubern. Oder ein Kartoffeldressing zum Feldsalat. Überschüssiges Gemüse lässt sich natürlich auch prima fermentieren. Und wenn keine Zeit bleibt zur Verarbeitung, einfach einfrieren.
Dann startet im November auch die (Vor)Weihnachtsbäckerei – ganz viele Plätzchenrezepte verlangen nach getrennten Eiern. Am besten backen Sie immer zwei Sorten an einem Tag, für die Sie beides einsetzen können: zum Beispiel Zimtsterne (Eiweiß) und Vanillekipferl (Eigelb).

Winter – Weihnachten, Silvester, Fasching und die Fastenzeit

Wir starten mit dem Fest für alle Sinne in diese Jahreszeit, Weihnachten. Dazu gehört einfach genussvolles Schlemmen, das für jeden anders aussieht. Während die einen traditionell auf Kartoffelsalat mit Würstchen setzen, geht es für die anderen nichts ohne Weihnachtsgans. Raclette hat sich inzwischen ebenso wie Fondue zu den Favoriten gesellt – und dann gibt es noch die Verfechter des Karpfens zum Feiertag. Für die Bratenfans empfehlen wir aus den Fleischresten unser Tiroler Gröstl, dann können gleich auch die überzähligen Salzkartoffeln mit in die Pfanne wandern. Der Karpfen gibt vielleicht am nächsten Tag noch genug für Karpfenfilets her. Und bei Raclette und Fondue kann man aus geschnippeltem Gemüse entweder Ofengemüse oder eine Gemüsepfanne zaubern, da passen auch Filetstückchen rein. Ein Klassiker für alle, die Fondue mit Brühe machen: Am nächsten Tag noch einmal aufkochen und mit den Resten an Fleisch und gegebenenfalls auch Gemüse als kräftige Suppe genießen.

  • Kartoffelsalat mit Würstchen

    Würstchen mit Kartoffelsalat

  • Weihnachtsgans

    Weihnachtsgans

  • Raclette - drei leckere Pfännchen

  • Karpfen blau

  • Tiroler Gröstl

    Tiroler Groestl

  • Fleischfondue in selbstgemachtem Rinderfond

    Fleischfondue


Und was Sie mit Schoko-Weihnachtsmännern machen, die keiner mehr isst, haben Sie weiter oben bei den Osterhasen schon gelesen. Hier können wir allerdings noch den heißen Kakao mit geschmolzener Schokolade ergänzen, für den Winter eine köstliche Sache.

Silvester ist eine gute Gelegenheit, aus Rotweinreserven eine Feuerzangenbowle zu machen. Auch hier sind wieder Raclette und Fondue sehr beliebt, aber auch Partyhäppchen wie Pizzabrötchen (mit den Brötchen vom Vortag) oder ein Chili sin oder con Carne sind gerne genommen – kann man alles auch am nächsten Tag noch essen oder problemlos einfrieren.

  • Pizzabrötchen

  • Chili sin Carne

    Chili Sin Carne

  • Chili con Carne

    Chili con Carne


In der Faschingszeit drehen die meisten noch einmal richtig auf, vor allem der Krapfenkonsum steigt enorm. Wenn das köstliche Schmalzgebäck nicht frisch gegessen wird, ist es am nächsten Tag leider oft hart und lange nicht mehr so lecker. Kleiner Trick: einfach noch mal aufwärmen, im Ofen oder der Mikrowelle, und Sie können Ihre Krapfen wie frisch genießen.

Am Aschermittwoch ist dann alles vorbei und geht es, völlig zu Recht, in die Detox-Zeit. Hier haben wir ein paar tolle Rezepte für grüne und fruchtige Smoothies, die nicht nur Ihrem Körper guttun, sondern auch der Resteverwertung sehr entgegenkommen.

Und schwupp, ist wieder Ostern …

Viel erreicht, noch viel zu tun: gemeinsam gegen Lebensmittelverschwendung

Wir wissen, dass jeder Schritt gegen die Lebensmittelverschwendung wichtig ist und versuchen stetig voranzukommen. Eine Zusammenfassung einiger Maßnahmen, die tegut… bereits ergreift finden Sie hier.

Wir reduzieren Artikel, die sich dem Mindesthaltbarkeitsdatum nähern, erst um 30, dann 50, schließlich um 75 Prozent. Was trotzdem nicht verkauft wird, spenden wir an die Tafeln – 1,6 Millionen Menschen in Deutschland sind dringend auf die Unterstützung durch die Tafeln angewiesen. Und für uns alle bei tegut… ist es schön, zu wissen, dass wir damit noch etwas Gutes tun. Außerdem beliefern wir Stadtmissionen, einige wenige tegut... Märkte arbeiten auch mit einem Gnadenhof zusammen. 2017 haben wir sogar einen Preis für unser Engagement gegen Lebensmittelverschwendung bekommen, das freut uns sehr und spornt uns an. Für Sie haben wir neben allen Tipps und Rezepten in diesem Artikel noch eine Nachhaltigkeitsbroschüre mit dem Titel „Weniger wegwerfen“, die Sie – am besten online, das spart Papier – durchklicken können.  Lassen Sie uns alle zusammen dafür sorgen, dass die unvorstellbare Menge von 12 Mio. Tonnen Lebensmittel, die laut offiziellen Angaben der Bundesregierung allein in Deutschland jedes Jahr in der Tonne landen, reduziert wird. Vielen Dank für Ihre Bereitschaft, die sich schon in der Tatsache zeigt, dass Sie den Artikel bis zum Ende gelesen haben.

Susanne Berndl
Freie Journalistin / München

von Online-Redaktion

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