tegut… Ihr Supermarkt für gute Lebensmittel

Vorräte anlegen

Das sollten Sie an Lebensmitteln immer im Hause haben – auch für den Notfall.

Erbseneintopf mit Würstchen

Vorräte anzulegen und einen gewissen Grundstock an Lebensmitteln daheim zu haben, ist sinnvoll. Nicht jeder kann oder mag täglich zum Einkaufen gehen, da kann ein Vorrat im Alltag recht praktisch sein. Es ist auch möglich, dass man plötzlich auf den eigenen Notvorrat angewiesen ist – im Fall der Fälle. Denn sollte es mal mit der Versorgung schwierig sein, möchte sicher keiner ohne Vorräte und mit leerem Kühlschrank dastehen. Wie kann man einen überschaubaren Vorrat nachhaltig und clever anlegen? Welche Lebensmittel eignen sich dafür? Das erfahren Sie hier.

Lebensmittelvorrat für den Notfall

Das Gute ist, Notfälle wie totale Ausgangssperre, Wirbelstürme oder Hochwasser haben wir in unseren Breitengraden eher selten. Dennoch ist es ratsam, Reis, Nudeln, Mehl und Co. im Haus zu haben – für zumindest 10 Tage. So die Empfehlung der Behörden.

Dabei wird sich ein angelegter Notvorrat natürlich in jedem Haushalt anders zusammensetzen – je nach Vorlieben und Bedürfnissen. Hier ausschließlich auf Tiefkühlkost zu setzen, wäre bei einem tagelangen Stromausfall keine gute Idee. Ansonsten sind Tiefkühl-Produkte eine nahrhafte Alternative zu frischem Obst und Gemüse, da Nährstoffe und Vitamine meistens erhalten bleiben. 

Das Wichtigste: Bevorzugen Sie „trockene“ Grundnahrungsmittel mit langer Haltbarkeit und vergessen Sie nicht, an ausreichend Wasser zu denken.

Vorräte anlegen – die Liste

Diese Lebensmittel sollten bei Ihnen stets in der Vorratskammer oder im Kühlschrank vorhanden sein und bei Bedarf zeitnah ersetzt werden.

Die Basics:

  • Getreideprodukte, Kartoffeln, Nudeln, Reis
  • Getrocknete Hülsenfrüchte wie Linsen oder Bohnen
  • Knäckebrot, Zwieback, Brot-Chips
  • Nüsse aller Art oder Trockenfrüchte
  • Weizenmehl und andere Mehlsorten
  • Salz, Pfeffer, Gewürze, Zucker
  • Essig und Öle (Sonnenblumen- oder Rapsöl zum Anbraten, gutes Olivenöl für Salate)
  • Instantbrühe, Speisestärke
  • Backpulver, Trockenhefe
  • Zwiebeln, Knoblauch
  • Konserven wie Dosentomaten oder Dosen-Thunfisch im eigenen Saft
  • Mineralwasser und Getränke.

Erweitern Sie den Grundvorrat je nach Vorliebe durch: 

  • Eier, Butter, Joghurt
  • haltbare Milch oder vergleichbare pflanzliche Alternativen
  • Tee oder Kaffee
  • Marmeladen und Konfitüren, Brotaufstriche
  • Schokolade
  • Ketchup, Senf, Soßen
  • durchwachsener Speck, Würstchen im Glas, Fisch in Dosen
  • getrocknete Pilze
  • Tomatenmark, pflanzliche Sahne
  • Obst im Glas oder in der Dose (z.B. Ananas, Sauerkirschen, Pfirsiche)
  • Gemüse im Glas oder in der Dose, z.B. Mais, Kidneybohnen, weiße Bohnen, Kichererbsen, Sauerkraut.

Tipp: Pfannkuchen, Bauernfrühstück und Nudeln mit Tomatensoße sind Gerichte, die spielend einfach aus dem Grundvorrat zuzubereiten sind. Abwechslungsreicher wird der Speiseplan, wenn frisches Obst und Gemüse – möglichst aus der Region – hinzukommen.

Warum ist ein Lebensmittelvorrat gut?

Vorräte anlegen – warum ist das sinnvoll? Weil es das tägliche Leben erleichtert und Sie unabhängig macht. Auch fühlen sich viele Menschen mit einem Notvorrat sicherer.

Praktisch für den stressigen Alltag.

Wer durch Krankheit oder Quarantäne beispielsweise das Haus nicht verlassen kann, weiß den Vorrat an Lebensmitteln zu schätzen. Auch wenn man es nicht schafft, den Einkauf zu erledigen oder man einfach mal keine Lust dazu hat. Und wer hungrige und quengelnde Kinder daheim hat, weiß, dass es manchmal schnell gehen muss.

Tipp: Kochen Sie vor! Planen Sie für die Mittagspause am darauffolgenden Tag eine Portion mehr ein. Wer die doppelte Menge Nudeln oder Reis kocht, spart neben Strom auch Zeit ein! Das nennt sich Meal Prep.

Meal Prepping – clever vorkochen

Resteessen aufwerten.

Aus den eigenen Vorräten können Sie locker jedes Resteessen vom Vortag aufpeppen. So zaubern Sie mit wenig Zeitaufwand und geringen Kosten etwas Neues auf dem Speiseplan.

Resteverwertung – so geht’s!

 

Nachhaltig geht auch auf Vorrat

Vorräte anlegen – schön und gut. Doch die meisten eingekauften Lebensmittel sind natürlich nicht unbegrenzt haltbar. Daher ist es ratsam, den Grundvorrat an Lebensmitteln je nach Haltbarkeit der einzelnen Produkte regelmäßig auszutauschen und zu ergänzen. Diese dynamische Vorratshaltung schont den Geldbeutel und die Umwelt – und gleichzeitig sind Sie im Notfall gut gewappnet.

So geht’s: Integrieren Sie die Produkte Ihres Grundvorrats in Ihrem Essen-Wochenplan. So verbrauchen Sie einzelne Lebensmittel regelmäßig. Spätestens beim nächsten Einkauf können diese erneuert werden, damit sie im Fall der Fälle vorhanden sind. Einfach klug, oder?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum immer im Blick.

Wer Vorräte anlegt und regelmäßig auf Haltbarkeit überprüft, braucht sich keine Gedanken darüber machen, dass Lebensmittel wegen Überschreitung des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD) weggeworfen werden müssen. Wie können Sie erkennen, ob Lebensmittel noch gut sind?

Mindesthaltbarkeitsdatum – nützliche Infos


Der Unterschied zwischen Notvorrat anlegen und Hamsterkauf.

Ein durchdachter Einkauf macht Hamsterkäufe unnötig. Damit vermeidet man nicht nur leere Supermarktregale, sondern schafft auch Platz in der Vorratskammer. Wer will schon 20 Großpackungen Toilettenpapier lagern oder 200 Packungen Nudeln? Wenn jeder nur das kauft, was er braucht, ist genug für alle da. Eine kluge Vorratsküche hortet nicht, sondern lässt Lebensmittel im Sinne von Verwerten und Neukauf rotieren. Die goldene Regel: Vor jedem Einkauf die eigenen Vorräte checken. 

Wie sieht es in Ihrer Vorratskammer aus? Lesen Sie, welche nützlichen Informationen und Tipps wir für Sie für mehr Ordnung zusammengestellt haben.

Vorratsschrank organisieren


Lebensmittel haltbar machen und den Vorrat erweitern.

Schon zu Großmutters Zeiten ohne Kühlschrank wusste man, wie man für schlechte Zeiten Vorräte anlegt. Denn eine gut gefüllte Vorratskammer war wichtig, um über den Winter zu kommen. Welche Lebensmittel eignen sich besonders gut fürs Haltbarmachen? Wie können Sie selbst heute Marmeladen und Co. einkochen oder Gemüse länger frisch halten?

 

Wichtig: Getränke und Wasser nicht vergessen!

Ausreichend Flüssigkeit hat beim Vorräte anlegen oberste Priorität. Trinken ist überlebensnotwendig! Ohne Essen kann der Körper Wochen überleben, ohne Flüssigkeitszufuhr nur wenige Tage. Falls es kein Leitungswasser geben sollte, brauchen Sie zusätzlich Wasser zum Zubereiten der Mahlzeiten. Planen Sie pro Person mindestens 1,5 Liter pro Tag an Getränken und noch eine Menge von 0,5 Litern fürs Kochen hinzu. Sirup peppt langweiliges Wasser auf! Lagern Sie Wasser in Flaschen oder Kanistern am besten im Dunkeln. 

Tipp: Badewanne mit Leitungswasser volllaufen lassen, falls bekannt wird, dass Wasser knapp wird. 

Diese Non-Food-Produkte dürfen nicht fehlen

Auch Vorräte abseits der Lebensmittel sind wichtig für den Notfall. Hier finden Sie die Dinge, die Sie im Hause haben sollten. 

Medikamente & Co:

  • Verbandskasten mit Fieberthermometer
  • Desinfektionsmittel, Seife, Waschmittel
  • Toilettenpapier
  • Zahnbürste und Zahnpasta
  • Persönliche, vom Arzt verordnete Medikamente
  • Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente
  • Medikamente gegen Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. 

Was Sie nicht vergessen sollten:

  • Arbeitshandschuhe
  • Schutzmasken
  • Kerzen und Teelichter, Streichhölzer und Feuerzeug
  • Campingkocher mit Brennmaterial
  • Wasserfilter
  • Taschenlampe
  • Rundfunkgerät mit Batteriebetrieb, Reservebatterien.

Für wie lange sollte ein Lebensmittelvorrat reichen?

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) empfiehlt, Vorräte für mindestens 10 Tage im Hause zu haben. So stehen Sie und Ihre Liebsten beim Notfall nicht mit leerem Magen da. 

Mit dem Vorratskalkulator berechnen Sie, was Sie brauchen – sogar für bis zu 28 Tage. Einfach die Anzahl der Mitglieder Ihres Haushaltes eingeben, Zeitraum auswählen und „Berechnen“ klicken. 

Einkaufen für den Vorrat – die besten Tipps!

Einkaufen für den Vorrat hat sich nicht nur im Krisenfall bewährt. Es ist auch praktisch. Denn es kann immer mal sein, dass man nicht zum Einkaufen kommt oder man morgens noch schnell einen Geburtstagskuchen backen möchte. Wer Nudeln einkauft, macht alles richtig. Pasta ist bei allen beliebt. Vergessen Sie die Sauce nicht. Und auch die Haustiere wollen gut versorgt sein.

Bei „trockenen“ Lebensmitteln wie Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte oder Mehl lohnt sich sogar der Vorratskauf bei Sonderangeboten. Diese Produkte können oft Monate bis Jahre gelagert werden. Wer sich mit der Haltbarkeit von Lebensmitteln gut auskennt, seine Vorratskammer clever organisiert und Produkte mit ablaufendem Mindesthaltbarkeitsdatum verbraucht, handelt nachhaltig und schont damit die Umwelt und sein Portemonnaie.

Häufige Fragen zum Thema Vorräte anlegen

Soll ich Vorräte anlegen?

Ja, Vorräte anlegen ist sinnvoll. Das empfehlen auch die Behörden. Jeder Haushalt sollte einen Vorrat an Lebensmitteln vorhalten, der für mindestens 10 Tage reicht und den persönlichen Vorlieben gerecht wird. Was nicht fehlen darf: je 2 Liter Wasser pro Person und Tag. Bei 10 Tagen also 20 Liter pro Person.

Was sollte man immer im Haus haben an Lebensmitteln?

Getreide, Mehl, Brot, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst in Gläsern oder in Dosen, Nüsse, Fette, Öle, Zucker, Salz – die Basics. Dieser Vorrat kann individuell ergänzt werden: Kaffee, Tee, Getränke, Sirup, Honig, Marmelade, Schokolade, Fisch, Fleisch, Fertiggerichte, Kartoffeltrockenprodukte, Instantbrühe, Kakaopulver, Hartkekse, Salzstangen, Zwieback.

Wie lange halten Vorräte für den Notfall?

Einige Grundnahrungsmittel wie Nudeln ohne Ei oder weißer Reis sind mehrere Jahre haltbar. Manche Produkte halten sich zwar viele Monate oder sogar einige Jahre, ohne zu verderben, doch sie verlieren an Aroma oder trocknen leicht ein – beispielsweise Kaffee oder Tee. Bei vielen Lebensmitteln entscheidet die richtige Lagerung über die Haltbarkeit.

von Online-Redaktion