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Was bedeuten die unterschiedlichen Haltungsformen auf dem Eierkarton?

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Bio-, Freiland- und Bodenhaltung – alle Unterschiede auf einen Blick!

Eierkarton mit frischen Eiern

tegut… Märkte halten für Sie Eier aus den Regionen Hessen, Bayern und Thüringen, aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung bereit. Die jeweilige Haltungsform der Hennen, also Bio-, Freiland oder Bodenhaltung ist auf den Eierkartons angegeben, um Ihnen eine schnelle und eindeutige Orientierung zu ermöglichen, aus welcher Haltungsform die jeweiligen Eier stammen.

Was bedeuten die verschiedenen Haltungsformen konkret?

Um es vorwegzunehmen, die Biohaltung hat die strengsten Kriterien und bietet den Hühnern den höchsten Tierwohlcharakter. Die Freilandhaltung ist die zweitbeste Haltungsform gefolgt von der Bodenhaltung, bei der den Hühnern kein Auslauf im Freien ermöglicht werden muss. Bio-Eier haben häufig einen hellerer Dotter. Dies ist ein möglicher Hinweis darauf, dass dem Futter keine Dotterfarbstoffe zugegeben wurden.

Bio-Verbandsware

  • tegut… bietet Ihnen unter seiner Eigenmarke „tegut… Bio“ in der Regel Bio-Eier von Landwirten aus der Region, die nach den Kriterien der führenden Bio-Anbauverbände (Bioland oder Naturland) arbeiten, also noch strengere Bio-Kriterien einhalten, als es die der EU fordern.
  • Die Bio-Verbände sind die Gestalter der biologischen Landwirtschaft und entwickeln Wege, wie eine naturgemäße Landwirtschaft aussieht. Dabei werden auch Fragen beantwortet, wie eine Landwirtschaft durch Menschen für Menschen geprägt wird
  • Die Anforderung an die Flächenbindung zwischen Tierhaltung ist besonders streng. So dürfen bei Bioland und  Naturland, außer in Sonderkulturen wie Gemüseanbau, nur  1,4 Dungeinheiten je Hektar ausgebracht werden. Dies entspricht 112 kg Stickstoff und ist viel strenger als im sonstigen Bio-Anbau.

Biohaltung

  • Biohaltung ist immer auch eine Haltung mit uneingeschränktem Auslauf
  • max. 6 Hennen pro m²
  • max. 3000 Hennen pro Herde/Stall
  • klare Trennung von anderen Herden/Ställen durch feste Mauern
  • mind. 18 cm Sitzstange pro Henne
  • tagsüber Auslauf von 4 m² pro Henne
  • Stall muss Fenster und Tageslicht haben und Hühner brauchen mind. 8 Std. ohne künstliche Beleuchtung
  • Es müssen Nester vorhanden sein: max. 7 Hennen pro Nest (Einzelnester) bzw. max. 83 Hennen pro m2 Nest (Familiennester)
  • Fütterung ausschließlich mit ökologischen Futtermitteln, Raufutter (frisch, getrocknet, siliert) muss jeden Tag zugänglich sein
  • Schnabelstutzen ist generell verboten
  • Es müssen die Mindestanforderungen der „EU-Bio- Verordnung“ eingehalten werden. tegut… bietet Ihnen unter seiner Eigenmarke „tegut… Bio“ in der Regel Bio-Eier von Landwirten aus der Region, die nach den Kriterien der führenden Bio-Anbauverbände (Bioland oder Naturland) arbeiten, also noch strengere Bio-Kriterien einhalten, als es die der EU fordern

Bio-Eier der Marke „ne Runde Sache“

tegut… hält zudem regional in Hessen Bio-Eier der Marke „ne Runde Sache“ aus der Initiative vom Mustergeflügelhof Häde in seinem Sortiment für Sie bereit: Diese Initiative widmet sich der Aufzucht von männlichen Küken, die üblicherweise kurz nach dem Schlupf getötet würden, da sie keine Eier legen und im Vergleich zu Masthähnchen auch wenig Fleisch ansetzen. Über einen höheren Eierpreis wird die Aufzucht der männlichen Küken subventioniert. Diese Hühner der Initiative „ne Runde Sache“ sind sogenannte Zweinutzungshühner, sie sind robust, genügsam, legen Eier und setzen Fleisch an, wodurch die Brudertiere wieder einen Platz auf dem Hof finden. Auch wenn diese Tierhaltung deutlich aufwendiger ist, ist es für tegut… und den Mustergeflügelhof Häde sehr wichtig, diesen Schritt zurück zur Natur zu gehen. Die Lebensqualität der Hühner steigt enorm, die Hühnerfamilien werden wieder (auch wenn nur für eine kurze Zeit) zusammen gehalten. Prämiert wurde das Konzept „ne Runde Sache“ mit dem Regionalstar 2020.

Mehr zum Thema Kükentöten und wie es verhindert werden kann finden Sie in unserem Marktplatz.

Bio-Eier der Marke „Zeit zum Leben“

Neben der Initiative „ne Runde Sache“ finden Sie in den tegut… Märkten Bio-Eier der Initiative „Zeit zum Leben“ vom Lieferanten Westerwald Bio. Ebenfalls wie der Mustergeflügelhof Häde setzt sich die Initiative „Zeit zum Leben“ gegen das Töten der männlichen Küken nach dem Schlüpfen ein. Durch den Kauf dieser Bio-Eier geben Sie den männlichen Tieren nach dem Schlupf „Zeit zum Leben“, denn die Hähne werden wie die Legehennen separat in einem Stall aufgezogen.
Zur Henne-Hahn-Aufzucht werden vorwiegend Legerassen, die sandfarbene Eier legen, gehalten. Durch den farblichen Unterschied können Sie als Verbraucher diese Eier sofort erkennen. Ihre Bereitschaft einige Cent mehr zu bezahlen trägt somit zum Tierwohl bei!

Freilandhaltung

  • max. 9 Hennen pro m² in Produktionssystemen mit nur einer Ebene bzw. max. 18 Hennen pro m² in Produktionssystemen mit mehr als einer Ebene
  • max. 3 Ebenen
  • mind. 15 cm Sitzstange pro Henne
  • maximal 6000 Hennen je Stall/Herde
  • mindestens acht Stunden Nachtruhe ohne künstliche Beleuchtung müssen eingehalten werden
  • Es müssen Nester vorhanden sein: max. 7 Hennen pro Nest (Einzelnester) bzw. max. 120 Hennen pro m² Nest (Familiennester)
  • tagsüber Auslauf von 4 qm pro Henne
  • Schnabelstutzen ist generell verboten
  • Freilandhaltung bedeutet, dass die Legehennen neben dem Stall, der den Anforderungen an die Bodenhaltung entspricht, tagsüber Zugang zu einem Auslauf von 4 m² pro Henne haben

Bodenhaltung:

  • max. 9 Hennen pro m² in Produktionssystemen mit nur einer Ebene bzw. max. 18 Hennen pro m² in Produktionssystemen mit mehr als einer Ebene
  • max. 3 Ebenen
  • mind. 15 cm Sitzstange pro Henne
  • maximal 6000 Hennen je Stall/Herde
  • keine Auflagen hinsichtlich Fenstern im Stall; acht Stunden Nachtruhe ohne Kunstlicht müssen eingehalten werden
  • Es müssen Nester vorahnden sein: max. 7 Hennen pro Nest (Einzelnester) bzw. max. 120 Hennen pro m² Nest (Familiennester)
  • Schnabelstutzen ist verboten
  • bei der Bodenhaltung leben die Legehennen in einem geschlossenen Stall, in dem sie sich frei bewegen können

von Online-Redaktion

5 Kommentare

  • tegut... tegut...

    Guten Tag Herr Rackwitz,
    für die arg verzögerte Antwort entschuldigen wir uns noch einmal herzlich.
    Auf Ihre Zeilen haben Sie von der tegut… Kundenbetreuung eine Antwort bekommen, die wir hier gerne noch einmal öffentlich stellen möchten:
    Das tegut… Eier-Sortiment entspricht selbstverständlich den derzeitigen gesetzlichen (auch europäischen Kennzeichnungs-) Regelungen. Die Einhaltung der EU-Öko-VO wird selbstverständlich regelmäßig von den zuständigen Öko-Kontrollstellen geprüft. Unseren Eier-Produzenten machen wir keine gesonderten Vorgaben zur Stallbelegung. Eine detaillierte Auskunft zur Herkunft des Eis lässt sich immer über den Code auf dem Ei zu ermitteln.
    Ein gutes und glückliches Jahr 2016 wünscht Ihnen die tegut… Online-Redaktion.

    tegut... Kundenbetreuung - 08.01.2016 um 10:20 Uhr Antworten

  • und ein Hinweis an TEGUT : ihr Hinweis auf 6000 Hennen je Stall bei Bodenhaltung mit oder ohne Freilandzugang ist falsch , die Tierzahl/ Stall ist nicht vorgeschrieben -lesen Sie im Bedarfsfall in der TierSchNutzt-VO § 13 a nach - lediglich ein räumliche Trennung ist für jeweils 6000 Tiere vorgeschrieben - dies sind meist nur Drahtgitter - es können also fast beliebig viele Tiere in einem Stall gehalten werden und die gesetzlich vorgeschriebene räumliche Trennung von jeweils 6000 Tieren wird von den meisten Betrieben mit mehr als 6000 Tieren/Stall im Freiland irgnoriert- ausschließlich bei Bio ist eine Tierzahl /Stall vorgeschrieben und gerade hier wird der Verbraucher oft getäuscht - siehe oben zur Stallkennnummer

    Matthias Rackwitz - 27.10.2015 um 05:53 Uhr Antworten

  • Hallo Frau Karl, nach langer Zeit steige ich mal in die Diskussion ein. Sie erkennen ein Bio -Ei in Deutschland nicht wie oft fälschlich angenommen allein an der 0 , nein diese Zeiten sind leider vorbei , da die Mehrzahl deutscher Eier mit Öko-Kennzeichnung inzwischen aus Ställen stammt in denen oft ein Vielfaches der in der europäischen ÖKO-Verordnung vorgesehenen 3000 Hennen gehalten werden. In Deutschland gilt lt. Legehennenbetriebsregistergesetz § 4 die Vorschrift ,dass jeder Stall eine indivuelle Stallkennnummer haben muss und es sind bekanntlich nur 3000 Hennen /Stall erlaubt. § 2(2) des Gesetzes regelt was in Deutschland ein Stall ist. Merken Sie sich also die Nummer, rufen den Produzenten an und fragen wieviele Hühner unter der aufgedruckten Nummer registriert sind- sind es mehr als 3000 , dann beschweren Sie sich bei tegut, dass diese Ware mit Öko-Kennzeichnung in den Handel gelangt

    Matthias Rackwitz - 27.10.2015 um 05:42 Uhr Antworten

  • tegut... tegut...

    Guten Tag Frau Karl,
    wir können Ihnen versichern, dass die tegut… Bio-Eier nur von geprüften, zertifizierten Bio- Höfen kommen.
    Die tegut… Bio-Eier beziehen wir je nach Region von unterschiedlichen Lieferanten.
    Der genaue Lieferant steht immer direkt auf der Verpackung.
    Schauen Sie auch gerne auf dieser Seite nach und entdecken, wo sich Bio-Höfe befinden.
    http://www.tegut.com/regional/produkte-aus-der-region
    Ein genussvolles Weihnachtsfest wünscht Ihnen herzlich

    tegut... Kundenbetreuung - 22.12.2014 um 10:18 Uhr Antworten

  • Werden bei Tegut immer noch Wiesengold Eier als Bio Eigenmarke verkauft? Dann stimmt die Realität mit den Vorgaben der Bio-Qualität nicht überein. Wenn diese Eier immer noch bei tegut als Bio Eier verkauft werden, bitte aus dem Sortiment nehmen und ECHTE Bio Eier verkaufen.

    Friede Karl - 13.12.2014 um 16:31 Uhr Antworten

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