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Weiß- und Rotkohl aus Demeter-Anbau

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Seit fast 20 Jahren bewirtschaftet Familie Wild ihren Betrieb nach den Demeter-Richtlinien.

Kohlernte Familie Wild

Frisches Demeter-Gemüse aus der Region – und das im Januar? Ja tatsächlich, das gibt es bei tegut…! Bei Weiß- und Rotkohl sorgen Lothar und Anita Wild regelmäßig für Nachschub. Ihr Hof liegt zwischen Würzburg und Schweinfurt. Mit Sohn Tobias (35), der seinen Meisterabschluss auf der Fachschule für ökologischen Landbau in Landshut gemacht hat, ist bereits die dritte Generation auf dem Hof tätig und an dessen Weiterentwicklung beteiligt. „Jeder von uns hat hier so sein Spezialgebiet“, berichtet Anita Wild. Das ermöglicht eine zweckmäßige Arbeitsteilung im Betrieb, wo es neben dem Anbau von Kohl, Kartoffeln, Möhren, roten Rüben, Getreide und Leguminosen (z. B. Erbsen, Bohnen) auch eine Schweinemast gibt.

Viele Wege führen zu tegut…

Den Kohl (im Winter: Weiß- und Rotkohl sowie Wirsing und Kohlrabi; von August bis Oktober: zudem Spitzkohl) liefert Familie Wild direkt an tegut… und ihre Kartoffeln kommen mit einem kleinen Umweg über den Abpackbetrieb Remlinger Rüben in die Märkte. Transparenz sollte gerade im Bio-Bereich eine Selbstverständlichkeit sein, finden die Wilds. So können sich Kunden über die „Bio-mit-Gesicht“-Kennzeichnung auf den Produkten im Internet auf der gleichlautenden Seite über ihren Betrieb informieren

Kohl anbauen – wie geht das eigentlich? 

„Mitte April wird er direkt auf dem Feld ausgesät“, erklärt Anita Wild. „Dann legen wir eine Vliesabdeckung darauf, die die Kohlsprosse unter anderem vor Erdflöhen schützt.“ Diese Tierchen erfreuen sich in der Landwirtschaft keiner großen Beliebtheit, da sie die Blätter gierig fressen und damit Keimlingen innerhalb kürzester Zeit den Garaus bereiten. „Wenn die Pflänzchen das 2-3-Blattstadium* erreicht haben, werden die Reihen mit der Handhacke ausgedünnt, denn nur die stärksten Kohlsprosse können später zu großen Kohlköpfen heranwachsen.“ Weiter geht’s von Mai bis Juli mit dem Unkrauthacken. Zwischen den Reihen ist Maschineneinsatz möglich, sofern es das Wetter zulässt. Regen ist dennoch erwünscht, denn Kohl braucht Feuchtigkeit, um gut zu gedeihen. Vor den ersten Frösten um Allerheiligen wird das Kohlfeld vollständig abgeräumt. „Wieder reine Handarbeit“, sagt Frau Wild. Was das heißt? Ganz einfach: Jeder einzelne Kohlkopf wird von der Erntecrew (bestehend aus Familie Wild und Saisonkräften) per Hand mit Erntemessern abgeschnitten und auf dem Hof sorgfältig geputzt, auch bei Nieselwetter – so viel Zeit muss sein für dieses wertvolle Gemüse!

Ines Teitge-Blaha
Food-Journalistin und Ökotrophologin, Weimar (Lahn)


*Das 2-3-Blattstadium bedeutet,
dass die Pflanze gerade ihre ersten zwei bis drei zarten Blättchen ausgebildet hat.

Sauerkraut selbst machen! 

Ein kurzes Rezept von Anita Wild finden Sie in unserem Beitrag "Sauerkraut selber machen".

Das Demeter-Prinzip – eine besondere Form der Landwirtschaft

Demeter ist die älteste Form der ökologischen Landbewirtschaftung. Sie geht auf Impulse des Anthroposophen Rudolf Steiner zurück. Die Marke Demeter steht für Produkte, die biologisch-dynamisch erzeugt werden. Selbst hergestellte, feinstoffliche Präparate aus Kräutern, Mineralien und Kuhmist werden in der Demeter-Landwirtschaft eingesetzt. Sie sollen dazu beitragen, die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig zu fördern. Die Richtlinien des Demeter-Verbandes gehen weit über die Anforderungen des allgemeinen EU-Bio-Logos (EG-Öko-Verordnung) hinaus. Mehr Informationen gibt es unter www.demeter.de

von Online-Redaktion

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