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Der Kürbis

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Mannigfaltig- von klein bis Zentner schwer. Botanisch gelten sie als Beerenfrüchte.

Kürbis gibt es in vielfältigen Erscheinungsformen, es sind etwa 800 Sorten bekannt.

Anbau von Kürbis im Gemüsegarten
Kürbis ist kälteempfindlich und sollte deshalb erst nach den letzten Nachtfrösten ausgepflanzt oder ausgesät werden wobei sie mancherorts Ende April direkt in die Erde gesät werden und das klappt wunderbar. Vorgezogene Pflanzen haben einen Wachstumsvorsprung, werden aber auch gegenüber den direkt ausgesäten Pflanzen von den Schnecken bevorzugt.
Kürbisse sind ausgesprochene Starkzehrer und benötigen, viel Sonne, viel Raum, gut gedüngten, erwärmten Boden und je nach Boden reichliche Wassergaben. Dann entwickeln sie sich in einem atemberaubenden Tempo. Pflanzabstand sollte mindestens ein Meter sein. Kürbispflanzen entwickeln mehrere bisweilen meterlange kriechende Triebe mit kräftig grünen Blättern. Die Blüten und später Früchte entwickeln sich an steifen Stielen. Große Pflanzen können bald mehrere Quadratmeter bedecken. Man kann die neuen Triebe im Kreis lenken und so den Raumbedarf etwas begrenzen. Manche Sorten schlagen auch aus den langen Trieben wieder Wurzeln. Nach einigen Wochen entwickeln sich erste gelbe Blüten. Meist handelt es sich dabei um männliche Blüten, die man daran erkennt, dass sie auf einem langen dünnen Stiel sitzen. Weibliche Blüten haben im unteren Bereich hingegen schon die Form der späteren Frucht. Um die Entwicklung von Früchten zu befördern, kann man bei der Bestäubung von Hand nachhelfen.
Je nach Sorte dauert die Entwicklung der Frucht von der Bestäubung bis zur Ernte zwischen 50-150 Tage. Im kühleren Klima sollte man auf spätreifende Sorten verzichten. Windschutz oder das Unterlegen einer schwarzen (Mulch-) Folie können die Reifung beschleunigen und ungünstige Bedingungen ein Stück weit ausgleichen. Die Reifezeit kann durch Vlies oder Folie ein wenig verlängert werden. Um das Faulen der Früchte zu vermeiden, kann man einen Pflasterstein unterschieben, so dass die Früchte nicht direkt am Boden aufliegen. Frost vertragen Kürbisse gar nicht.

Sorten
Es sind etwa 800 verschiedene Kürbissorten bekannt. Wir säen bei uns die Sorte Hokkaido/Uchiki Kuri (Cucurbita maxima) – ein aus Japan kommender Kürbis. Er wiegt vollreif zwischen einem bis drei Kilo und ist meist leuchtend orange, es gibt aber auch eine grüne Hokkaidosorte. Die Sorte ist wegen ihres aromatischen Geschmacks und des hohen Carotinsgehaltes sehr beliebt. Ein Vorteil ist auch, dass der Hokkaido mitsamt seiner Schale verwendet werden kann. Reifezeit 80-100 Tage, 3 bis 6 Monate lagerfähig.

Schädlinge und Krankheiten
Der größte Feind junger Kürbispflanzen sind die Schnecken. Dagegen helfen wirkungsvoll Schneckenzäune und Schneckenkragen . Bei trockenem Wetter ist das Problem deutlich geringer.
Im späteren Verlauf des Gartenjahres leiden Kürbispflanzen häufig unter Pilzerkrankungen. Beim echten Mehltau bilden sich weißgraue Flecken auf der Oberseite der Blätter. 

Erkranken kann der Kürbis auch am Mosaikvirus, der mosaikartige gelbe Flecken auf den Blättern hervorbringt und die Pflanze schließlich zum Absterben bringt. Meist braucht man nichts mehr dagegen zu unternehmen, da die Vegetationsperiode sowieso zu Ende geht. Ansonsten sollte man rechtzeitig die Pflanzen stärken und dadurch vorbeugen. Dazu gehört der Verzicht auf übertriebene mineralische Stickstoffdüngung, besser ist Brennnesseljauche. Auszüge und Jauche von Ackerschachtelhalm stärken die Blätter. Gesteinsmehl streuen. Neem wirkt vorbeugend gegen Pilzbefall. Man sollte eine dreijährige Anbaupause für Kürbis, Zucchini und Gurken auf dem Beet einhalten, da die Pilzsporen im Boden überwintern können.


Tipp: Kürbis-Triebe kappen
Die Kürbis-Pflanzen wachsen und wuchern; und obwohl schon erntereife Kürbisse an den Trieben sind, bilden sie immer neue Fruchtansätze. Sind ausreichend große und einige kleine Kürbisse vorhanden, sollten die Triebspitzen gekappt werden, damit die Pflanzen ihre Kraft nicht in immer weitere Fruchtansätze stecken sondern in das Wachstum der bereits vorhandenen (noch kleinen) Kürbisse. Andernfalls besteht die letzte Ernte möglicherweise aus zahlreichen Mini-Kürbissen! Gerade beim Kürbis ist weniger oft mehr.

Beim Kappen sollte man darauf achten, dass genügend Blattmasse an der Pflanze bleibt. Die Triebe nach dem fünften bis sechstem Blatt kappen und darauf achten, gut entwickelte Fruchtansätze am Trieb belassen.

 

von S.Krecel

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