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Die Zwiebel

Alle interessanten Infos zu Anbau, Lagerung und Verwendung

Botanisch gesehen ist die Zwiebel mit Tulpen und Narzissen verwandt und gehört in die Familie der Liliengewächse. Der Name der Zwiebel leitet sich vom lateinischen Wort „cepula“ ab. Das bedeutet so viel wie „Köpfchen“ und bezieht sich auf die kugelige Form der Zwiebel.

Die Entstehungsgeschichte der Zwiebel führt uns nach Asien, denn sie ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit überhaupt und wird schon seit mehr als 5.000 Jahren als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert. Die Heimat der

Nach Europa kam die Zwiebel vermutlich durch die Römer, bei denen sie zu den Grundnahrungsmitteln gehörte und ebenfalls als Heilmittel Verwendung fand. Die Zwiebel galt als entzündungshemmend und wurde z. B. bei rheumatischen Beschwerden, Flechten und Schuppen eingesetzt. Auch bei Verstopfung und Bronchitis wurde sie verabreicht. 

Anbau, Pflege und Ernte

Der Erntezeitpunkt ist vom Anbau und der Sorte abhängig. Man unterscheidet zwischen Sommerzwiebeln und Winterzwiebeln. Alle Zwiebeln lassen sich bereits im jungen, unreifen Zustand ernten, wenn Bedarf in der Küche besteht. Im Sommer kann man auch immer wieder einzelne grüne Schlote, z. B. für die Verwendung in Salaten oder Suppen, abzwicken. Lauch- und Bundzwiebeln werden im Mai/Juni geernte. Lagerzwiebeln sollten vor der Ernte voll ausreifen. 

Wenn das Laub stirbt wollen die Zwiebeln ins Haus

Beim Reifevorgang knicken die Schlote ab und werden zusehends gelb und trocken. Die Kraft der Pflanze konzentriert sich nun nur noch auf die Zwiebel. Um diesen Prozess bei Bedarf zu beschleunigen, können die Schlote auch ca. eine Woche vor der geplanten Zwiebelernte umgeknickt werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass nur richtig trockene Zwiebeln eingelagert werden. Hierfür können die Zwiebeln bei gutem Wetter 2-3 Tage auf dem Feld getrocknet werden oder zu Hause an einem trockenen Ort ausbreiten.

Zwiebeln lagern – wie mache ich es richtig?

Die Zwiebel erhält sich durch ihre Schale sehr gut und lange frisch. Zwiebeln sollten trocken und luftig gelagert werden, z. B. lose in einer Kiste in der Gartenlaube oder auch im Keller. Für die Haltbarkeit sind niedrige Temperaturen günstig. Bei starkem Frost empfiehlt es sich daher, die Zwiebeln z. B. mit einer Decke abzudecken. Bei zu warmer Lagerung treibt die Zwiebel aus, wird schnell weich und schwammig. 

Zwiebelvielfalt

Es gibt zahlreiche bekannte und beliebte Zwiebelsorten, wie Frühlingszwiebeln/Schlotten, die sind mild und können gut roh verzehrt werden. Auch die Blätter sind als Zwiebellauch verwendbar. Schalotten sind kleiner, sehr würzig und nur wenig scharf. Haushaltszwiebeln sind sehr würzig und scharf. Außerdem sind sie in verschiedenen Größen erhältlich und können so für viele unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Die Silberzwiebeln, eine sehr kleine, silbrig-schimmernde Sorte der Haushalts- oder Speisezwiebel. Sie sind insbesondere in Fertigprodukten wie den Mixed Pickles zu finden oder in anderen Sauerkonserven. Rote Zwiebeln sind würzig und nicht sehr scharf im Geschmack. In bunten Salaten machen sich diese Zwiebeln besonders gut. Gemüsezwiebeln sind milder und größer als Haushaltszwiebeln. Sie enthalten mehr Feuchtigkeit und sind deshalb nicht lagerfähig.

Zwiebeln Culinarisch

In der Küche ist die Zwiebel ein Alleskönner - sie ist als Gemüse oder Gewürz vielfach einsetzbar. Sie eignet sich für Salate, Quark, Saucen, Eintöpfe, Bratkartoffeln, Eier, Nudeln, Reis, Gemüse und Fleischgerichte. Gemüsezwiebeln lassen sich gut füllen, z. B. mit Champignons und Tomaten. Die Zwiebel findet in zahlreichen regionalen Spezialitäten Verwendung, wie z. B. Zwiebelsuppe oder Kässpätzle. 

Haltbarmachung von Zwiebeln:

Tiefgefrieren: Lauchzwiebeln lassen sich, geschnitten und leicht in Fett angeschwitzt, einfrieren. Wegen des starken Geruchs, sollten dicht schließende Behälter verwendet werden. 

Trocknen: Zwiebelringe auf Siebe legen, im Dörrgerät bei 30 °C trocknen. Besonders gut eignen sich rote Zwiebeln. Getrocknete Zwiebelringe können in Suppen und für Braten verwendet werden

In Essig einlegen: In Essig eingelegte Zwiebeln sind wochenlang haltbar und schmecken eher herb. Für die Zubereitung sollten die Zwiebeln in Ringe oder Stücke geschnitten werden und mit so viel Apfelessig übergossen werden, dass sie gerade bedeckt sind. Verwendung z. B. für Marinaden und Salate. 

In Öl einlegen: In Öl eingelegte Zwiebeln sind circa 2-3 Wochen haltbar. Eine gute Kühlung und eine dunkle Lagerung ist unbedingt notwendig. Die eingelegten Zwiebeln sind mild im Geschmack und durch die geringe Zutatenmenge sehr leicht herzustellen. Kleine Zwiebeln können hierfür ganz oder halbiert verwendet werden, große Zwiebeln sollten in Stücke oder Scheiben geschnitten werden, um das Einziehen des Öls zu verbessern. Die Zwiebeln in kleine Gläser füllen und mit Öl bedecken. In Öl eingelegte Zwiebeln können z. B. zu Wurst oder kaltem Braten gegessen werden. Sie eignen sich auch für Salate. Das aromatisierte Öl kann gut für Marinaden und als Saucengrundlage für beispielsweise Chili con Carne oder für die Zubereitung von Schmorbraten verwendet werden.

Inhaltsstoffe - das macht den Geschmack und die Wirkung

Für den typischen Geruch und Geschmack sind schwefelhaltige Verbindungen (Glucosinolate) in der Zwiebel verantwortlich. Beim Schälen und Schneiden der Zwiebel wird das Zellgewebe verletzt, so dass der Zellsaft austritt. Das ist für das Tränen unserer Augen verantwortlich. Die Zwiebel enthält auch das ätherische Öl Allicin, dem u. a. verdauungsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden. 

Heilwirkung - Großmutters Hustensirup

Bekannt ist die Zwiebel vor allem für ihre keimhemmende Wirkung, die sie seit jeher zu einem beliebten Hausmittel macht. Man denke zum Beispiel an Großmutters Hustensirup. Hierfür Zwiebel in kleine Stücke schneiden, in ein Glas geben und mit Zucker oder Honig bedecken. Mehrere Stunden stehen lassen. Der Zucker zieht den Saft aus der Zwiebel und es bildet sich ein Sirup. Um diesen von den Zwiebelstückchen zu trennen, einfach durch ein Sieb gießen.

Schärfe der Zwiebel

Je schärfer die Zwiebel im rohen Zustand ist, desto milder ist sie im gekochtem Zustand. Um den Zwiebelgeschmack zu mildern, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Man kann geschnittene Zwiebeln kurz blanchieren, mit heißer Marinade übergießen, leicht andünsten oder in Butter anbraten.

 

von Online-Redaktion