Gemüsejungpflanzen vom Biohof Laurer

Die besten Tomaten der Welt sind die eigenen

Dank der Gemüsejungpflanzen von Julia Laurer können Sie die roten Köstlichkeiten demnächst zu Hause ernten. Für Black Cherry, San Marzano, Ochsenherz & Co. braucht es nicht mehr als einen sonnigen Balkon.

Julia Laurer Bio Tomatenzucht Landau
Die Zwergtomatenpflanze in Julias Hand trägt bereits Fru?chte und viele Blu?ten – bis sie in der tegut… Filiale steht, sind diese schon leicht eingefärbt. Nach ein bis zwei Wochen auf dem heimischen Balkon oder Garten lassen sich die ersten reifen Tomaten ernten. | Foto: Monika Hoefler

Es gibt nur eines, das herrlicher ist, als im Sommer in eine prallreife Tomate zu beißen: sich eine Tomate aus eigener Ernte, direkt von der Rispe in den Mund zu stecken.

Der Biohof Laurer in Landau

„Eine Frucht, die so gut und aromatisch ist, wie man es zu Hause hinbekommt, kannst du im Supermarkt normalerweise gar nicht kaufen“, sagt Julia Laurer. „Weil sie im eigenen Garten oder auf dem Balkon viel länger hängen bleiben darf und nicht schon halb reif verpackt wird – das macht einen Riesenunterschied.“

Und Julia Laurer kann man in Tomatenfragen vertrauen: Mit ihren biologisch angebauten Pflanzen im Topf hat sie schon viele Kundinnen und Kunden zu einer glücklichen Gemüseernte verholfen. Ihr elterlicher Hof bei Landau an der Isar steht schon seit vielen Jahren im Zeichen der ökologischen Landwirtschaft: Vater Helmut und Mutter Christa bauen auf den niederbayerischen Äckern Paprika, Spargel und Erdbeeren an.

Tomatenjungpflanzen
Wenn sie vier Zentimeter groß sind, kommen die Tomatenjungpflanzen in einen eigenen Topf. | Foto: Monika Hoefler

Von der Floristin zur Gärtnermeisterin

Bruder Michael hat sich auf Himbeeren spezialisiert. Julia selbst hat nach Ausbildungen zur Floristin und Gärtnermeisterin für die Tomatenpflanzen einen eigenen Betrieb im Betrieb gegründet. Es gibt ein gemeinsames Büro und sie helfen sich gegenseitig aus, aber jeder der Laurers hat eben auch seins.

Heute steht Julia mit ihren drei Mitarbeiterinnen an den Pflanztischen im Gewächshaus, einen Steinwurf vom Wohnhaus der Familie entfernt, und bereitet eine Ladung an Töpfen mit Snacktomaten für die tegut… Märkte vor.

In einem Folientunnel werden die Tomaten zum Ernten angebaut. | Foto: Monika Hoefler

Die Pflanzen tragen bereits Blüten und sogar schon einige Früchte, über der Halle liegt jener betörende Tomatengeruch, den die feinen Drüsenhärchen an den Stängeln und Stielansätzen verströmen. Die Luft ist warm und feucht, dazu das monotone Rascheln der Frauen, die Blätter zupfen und Kisten schieben.

Hofkatze Lizzi döst zusammengerollt in einer Ecke und widmet dem Treiben nur ab und an einen kurzen Kontrollblick. Der biologische Anbau von Tomatenpflanzen ist aufwendig und erfordert Geschick und Geduld. „Weil ich nicht sagen kann, oh, die schauen aber gerade nicht so gut aus, dann dünge ich sie mal schnell“, erklärt Julia Laurer. „Bis etwas richtig gut wird, muss ich immer erst ein paar Jahre herumprobieren. Wenn ich mal danebenliege, habe ich meine Chance verpasst, denn ich kann nur einmal im Jahr anbauen.“

Julia Laurer Tomatenpflanzen ausgeizen
Julia Laurer „geizt“ eine Pflanze aus. | Foto: Monika Hoefler

Vegane Produktion

Sie will ihre Produkte nicht nur ökologisch produzieren, sondern sogar vegan. So verwendet sie zum Beispiel rein pflanzliche Erde – ein Detail, das Kundinnen und Kunden zunächst belustigt: „Die sagen, was soll denn das, Erde ist doch immer rein pflanzlich! Aber selbst in biologischen Pflanzen und Erden sind fast immer tierische Dünger.“

Julia Laurer kauft keine Jungpflanzen zu, sie sät ihre Tomaten alle selbst aus, lässt sie in einem 30 Grad warmen Keimraum unter ständiger Beobachtung austreiben und kümmert sich um ihr Gedeihen wochenlang im Gewächshaus.

Schon frühmorgens gilt ihnen ihr erster Besuch und an den Sonntagen, an denen sie die Pflanzen mehrere Stunden nicht sieht, weil sie mit ihrem Freund zum Klettern in die Berge fährt, ist sie abends immer wieder erstaunt, wie unglaublich sie gewachsen sind.

Tomatenpflanze ausgeizen
Beim Ausgeizen wird der kleine Trieb zwischen Blatt und Stamm entfernt, damit die Pflanze mehr Kraft zum Wachsen hat | Foto: Monika Hoefler

Welcher der vielen kleinen Schritte ihr bei der täglichen Arbeit mit den Tomaten der liebste ist? „Das Essen!“, lacht sie. Ihre Lieblingssorte ist das große, besonders aromatische Ochsenherz. „Die batzen net so“, sagt Julia, haben also nicht so viel Flüssigkeit und sind eher schnittfest. Perfekt, um damit ein Brot zu belegen.

Raritäten für zu Hause

Das Ochsenherz ist eine von sechs alten Sorten, die bereits ihre Mutter angebaut hat und die Julia neben den Snacktomatenpflanzen zum Verkauf großzieht: Die Dattelweintomate zum Beispiel, die birnenförmige gelbe Früchte trägt. Die San Marzano, die sich hervorragend als Saucentomate eignet. Oder die dunkelviolette süßliche Black Cherry.

In zwei verschiedenen Pflanzstadien sind diese Raritäten erhältlich: im Topf mit ungefähr 40 Zentimetern Höhe und in der etwas größer gewachsenen Version, die zur Stabilisation schon an einen Stab gebunden ist.

Beide tragen noch keine Früchte, wenn sie im Markt stehen. Bis es so weit ist, brauchen sie regelmäßige Zuwendung auf ihren neuen Balkonen und Beeten. Aber das bekommen auch Laien hin: umpflanzen in einen großen Topf, düngen, kalkarmes Wasser verwenden – und einen sonnigen Platz finden.

Tomatenpflanzen werden verpackt
Sind die Tomatenpflanzen groß genug werden sie zum Transport verpackt. | Foto: Monika Hoefler

Wer daran denkt, ab und zu gelbe Blätter zu entfernen sowie alle ein bis zwei Wochen die jungen Triebe in den Blattachseln „auszugeizen“, darf sich den ganzen Sommer über eine stetige Ernte freuen. Und kann sich theoretisch seine Tomaten in die nächste Saison retten: Die Pflanzen sind, auch das eine Besonderheit, samenfest.

Im Unterschied zur sonst meist erhältlichen Ware sind sie keine Kreuzungen. Wer die schönsten Früchte an der Rispe hängen lässt, später die Samenkörner herausnimmt, trocknet und wieder aussät, sieht die gleiche Pflanze im Jahr darauf wieder wachsen. Wer seine Tomaten allesamt verputzt, braucht sich nicht zu grämen: Im kommenden Frühsommer steht in Julia Laurers Gewächshaus eine neue Generation kräftig-grüner, verführerisch duftender Jungpflanzen bereit.

Bio-Gemüsejungpflanzen von Julia Laurer bei tegut…

tegut... Tomatenpflanzen

In unseren tegut... Märkten finden Sie ca. 40 cm hohe und bis ca. 1,20 m hohe Tomatenpflanzen sowie Zwergtomaten im Topf, die neben Blüten sogar schon grüne Früchte haben. Weiteres Bio-Obst und -Gemüse vom Biohof Laurer in unserem Angebot: Paprika in verschiedensten Varianten, Peperoni und Physalis.

Von Mareike Opitz