Strom sparen beim Kochen - unsere Tipps

Manchmal sind es die kleinen Dinge, die in der Menge viel bewirken: Strom sparen beim Kochen und Backen – das geht ganz einfach und quasi nebenbei …

Es gibt viele gute Gründe, selbst zu kochen: Es ist in der Regel gesünder, schmeckt gut und bringt Abwechslung in den Speiseplan. Dabei sollte man öfters auch mal auf den Stromverbrauch achten. Schließlich wird ein Drittel des landesweiten Energiebedarfs hierzulande in Privathaushalten verbraucht. Rund 11 Prozent davon fürs Kochen und Backen! Mit wenigen Tricks lässt sich ganz einfach energiesparend kochen: Das zeigt auch unsere Grafik „Strom sparen beim Kochen“.

Illustrierte Kuechengeräte rosafarbener Hintergrund

Beim Kochen Strom sparen – die besten Tipps für den Herd

Kochen Sie auch gerne – für sich allein, Freunde oder auch die ganze Familie? Damit Ihnen hinterher nicht die Stromrechnung auf den Magen schlägt, sollten Sie diese Tricks beachten. Mit diesen einfachen Kniffen können sie leicht energiesparend kochen und so Ihre Stromkostenabrechnung und das Klima entlasten.

Energie sparen beim Kochen: Passendes Kochgeschirr nutzen

Wichtig ist, dass der Topf von der Größe her optimal auf die jeweilige Herdplatte passt. Dann erhitzt er am schnellsten und das spart nicht nur Strom, sondern auch Zeit. Ist der Topf zu klein für das Kochfeld, geht überschüssige Energie verloren, ist er zu groß dauert das Erhitzen zu lange und verschwendet so Strom. Gut ist auch, wenn der Topf nicht zu hoch, sondern eher flach ist.

Auf den richtigen Deckel achten

Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel – und das ist auch beim energiesparenden Kochen wichtig. Der Deckel sollte den Topf richtig abschließen und vor allem auch genutzt werden. Mit Deckel wird das Essen viel schneller heiß. Das spart jede Menge Energie und auch Zeit. Um bis zu zwei Drittel soll das Kochen mit Deckel den Verbrauch von Strom senken können.

Zum Schnellkochtopf greifen

Er erlebt in der Küche eine Renaissance – und das zu Recht: der Schnellkochtopf. Er bringt das Essen nicht nur turboschnell auf den Tisch, sondern verbraucht dabei auch noch deutlich weniger Energie als herkömmliche Töpfe.

Was Sie noch beachten können, um energiesparend zu kochen

Auch diese Empfehlungen tragen dazu bei, den Energieverbrauch beim Kochen möglichst niedrig zu halten:

  • Restwärme nutzen: Schalten Sie den Herd schon 5–10 Minuten vor Ende der Garzeit aus
  • Herdplatte und Topf sind noch heiß, das Gericht gart weiter und gelingt in der Regel gut. Dieser Tipp gilt allerdings nicht für Induktions- oder Gasherde.
  • Kochgeschirr checken: Sind die Böden von älteren Pfannen oder Töpfen nicht mehr gleichmäßig flach, kann es zu einem höheren Energieverlust kommen. Eine Neuanschaffung kann sich lohnen, moderne Pfannen und Töpfe speichern zudem oft die Wärme besonders gut und helfen so beim Energiesparen.
  • Wer sich nur schnell einen Snack, ein vorgekochtes Essen oder auch einen Kaffee aufwärmen will, sollte die Mikrowelle nutzen. Das gilt aber nur für Einzelportionen.

Energie sparen im Haushalt – die besten Tipps für den Backofen

Ob köstlich-duftendes Brot, überbackene Lasagne oder ein leckerer Braten – Backen ist ein Genuss für alle Sinne. Damit Sie dabei möglichst wenig Strom verbrauchen, sollten Sie diese Hinweise in Ihren Alltag integrieren.

Backofen nicht vorheizen

Häufig ist es gar nicht notwendig, den Backofen vorzuheizen. Viele Gerichte werden auch so kross und gar – oftmals auch ohne, dass die Garzeit verlängert werden muss. Wichtig ist: Gefrorene Lebensmittel wie etwa eine Tiefkühlpizza sollten vorher richtig aufgetaut werden.

Energie sparen: Besser Umluft statt Ober- und Unterhitze verwenden

Auch wenn es in vielen Rezepten anders angegeben ist: Nutzen Sie statt Ober- und Unterhitze die Heißluftfunktion des Backofens. Die Luft verteilt sich im Ofen gleichmäßiger. Da die Hitze nicht nur von unten und oben kommt, kann die Temperatur um etwa 20 Grad gesenkt werden. So können Sie mit der Umluft-Funktion eine Menge Energie sparen.

Restwärme des Backofens nutzen, um Energie zu sparen

Auch beim Backofen sollte die Restwärme ausgenutzt werden. Dafür einfach kurz vor Ende der Backzeit den Ofen ausstellen oder den Temperaturregler deutlich zurückdrehen. Extratipp: Ist das Gericht fertig, kann die Tür geöffnet und die Restwärme für den Raum genutzt werden.

Weitere Infos, um den Backofen energiesparend zu nutzen

  • Lassen Sie beim Garen die Ofentür zwischendurch möglichst zu – bei jedem Öffnen entweicht Wärme.
  • Nehmen Sie Backbleche oder auch im Herd gelagerte Auflaufformen oder Bräter vor dem Erhitzen aus dem Ofen.
  • Verzichten Sie auf die Selbstreinigungsfunktion Ihres Backofens, sie verbraucht unnötig viel Strom.
  • Wenn Sie die Umluftfunktion nutzen, bereiten Sie doch gleich noch das Essen für den nächsten Tag vor und befüllen Sie mehrere Bleche gleichzeitig.
  • Aufbackbrötchen erwärmen Sie besser auf dem Toaster als im Backofen.

Stromsparend kochen: Muss das Wasser immer in den Topf?

Manche Dinge haben sich verselbständigt und wir stellen sie im Alltag gar nicht mehr in Frage. Doch manchmal lohnt es sich: Sollte das Teewasser wirklich im Topf erhitzt werden? Brauchen die Nudeln wirklich so viel Wasser? Die besten Tipps rund um kochendes Wasser…

Kleine Wassermengen im Wasserkocher erhitzen

Geht bei Ihnen morgens auch nichts ohne einen dampfenden Kaffee oder Tee? Erhitzen Sie das Wasser dafür besser mit einem Wasserkocher und nicht auf dem Herd – das geht schneller und spart Energie. Als Faustregel gilt: Wollen Sie bis zu einem Liter Wasser erhitzen, ist der Wasserkocher die stromsparende Alternative.

Stromsparend kochen: Möglichst wenig Wasser in den Topf geben

Wer Kartoffeln, Nudeln oder Reis kocht, sollte nicht zu viel Wasser in den Topf geben. Nehmen Sie nur so viel wie unbedingt nötig. So fängt das Wasser schneller zu kochen an – und das spart Garzeit und Energie. Und: Auch im Wasserdampf werden viele Lebensmittel gar.

Eierkocher nutzen

Wenn Sie sich und Ihren Lieben morgens schnell ein Ei zubereiten wollen, greifen Sie zum Eierkocher. Das Gerät erreicht schnell den Siedepunkt, hat nur eine geringe Garzeit und verbraucht im Vergleich zu anderen Methoden weniger Strom.

Weitere Tipps, um Wasser und Strom beim Kochen zu sparen

  • Wenn Sie Wasserkocher, Eierkocher und Co. verwenden, entkalken Sie die Geräte regelmäßig. Und denken Sie daran, sie nicht im Standbybetrieb laufen zu lassen.
  • Sie trinken über den Tag verteilt immer wieder Kaffee? Kochen Sie doch morgens gleich eine größere Menge und bewahren Sie ihn energieschonend in der Thermoskanne auf!
  • Nudeln und Co. müssen nicht zwingend ins kochende Wasser gegeben werden. Sie werden im Gegenteil sogar schneller gar, wenn sie mit dem Wasser erhitzt werden.

Fazit

Sie sehen: Es ist gar nicht so schwierig, beim Kochen Strom zu sparen und damit die Umwelt zu entlasten. Und es gibt noch viele andere gute Nachhaltigkeitstipps für den Alltag, die ganz einfach umzusetzen sind. Und auch außerhalb der Küche lässt sich bei den meisten noch etwas Strom sparen.

Übrigens: Nachhaltigkeit fängt schon im Supermarkt an – mehr Infos dazu finden Sie in unserem Beitrag zur Ressourcenschonung beim Einkauf . Packen wir es gemeinsam an: Auch tegut… wirtschaftet möglichst energieffizient.

FAQs zum Thema Strom sparen beim Kochen

Was verbraucht in der Küche am meisten Strom?
Der Kühlschrank und der Herd verbrauchen am meisten Strom in der Küche. Doch es gibt einfache Kniffe, um energiesparend zu kochen und den Verbrauch möglichst gering zu halten.
Wasserkocher oder Herd – was spart mehr Strom beim Kochen?
Wer nur kleine Mengen an Wasser aufkochen will, nutzt am besten den Wasserkocher. Das spart Strom und Zeit. Das gilt zumindest für Elektroherde mit Keramikfeld oder Gussplatten, weniger für Induktions- oder Gasherde.
Welche Töpfe sparen Energie?
Wichtig ist vor allem, dass der Topf die richtige Größe hat und genau auf die Herdplatte passt. Auch der Deckel sollte richtig abschließen. Schnellkochtöpfe verbrauchen zudem weniger Energie als herkömmliche Modelle.