Cevapcici auf einem Blech

Die Top 10 der pflanzlichen Proteinquellen

Vegane Proteinquellen: Lebensmittel finden

Eiweiß (Protein) ist neben Kohlenhydraten und Fett einer der drei wichtigen Makronährstoffe in unserer Ernährung. Wir brauchen es zum Aufbau von Körperprotein, für einen funktionierenden Stoffwechsel sowie unser Immunsystem. Protein kann auch als Energiequelle genutzt werden – vor allem, wenn nicht genügend Kohlenhydrate und Fette zur Verfügung stehen.

Eine häufige Frage ist, ob eine gute Eiweißversorgung auf rein pflanzlicher Basis möglich ist – ohne tierisches Eiweiß aus Fleisch, Fisch, Milch und Eiern. Die Antwort ist: Ja! Worauf es dabei ankommt, erfährst du hier.

Pflanzliche Proteinquellen mit hohem Eiweißgehalt

Proteinshake? Muss nicht sein. Auch als Veganer:in kannst du deinen Proteinbedarf ohne Proteinpulver und Ersatzprodukte decken. Mit ganz normalen Lebensmitteln und einfachen, leckeren Gerichten.

Das bringt sogar Vorteile: Denn pflanzliche Proteinquellen sind cholesterinfrei und bringen Ballaststoffe, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe sowie ungesättigte Fettsäuren ins Essen!

Und tatsächlich gibt es mehr ergiebige, vegane Eiweißquellen, als du vielleicht vermutest. Im Fokus stehen Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Sojaprodukte, bestimmte Gemüse, Nüsse & Samen.

Ideal ist es, wenn du diese vielseitig kombinierst. Dazu später mehr.

Die besten veganen Proteinquellen haben wir dir hier zusammengestellt:

1. Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte sind echte Eiweißbomben und eine hervorragende Quelle für vegane Proteine. Doch nicht nur das: Sie enthalten außerdem sattmachende Ballaststoffe und wichtige Mineralstoffe wie Eisen und Magnesium.

  • Kürbiskerne 35,5 g
  • Ernusskerne 35 g
  • Hanfsamen, geschält 32 g
  • Sonnenblumenkerne 22,5 g
  • Leinsamen 22 g
  • Pistazienkerne 21 g
  • Sesamsamen, ungeschält 20 g
  • Mohnsamen 20 g
  • Mandeln 19 g
  • Chiasamen 18 g
  • Cashewkerne 17 g
  • Walnusskerne 14 g
  • Haselnusskerne 12 g
  • Pekannusskerne 9 g

  • Nussmuse kannst du mit einem Multizerkleinerer prima selbst zubereiten –zuckerfrei oder moderat gesüßt mit Ahornsirup, Reissirup, Dattelsirup oder Agavendicksaft. Wer mag, gibt Gewürze wie Vanille, Tonkabohne oder Zimt hinzu. Nussmuse sind eine hervorragende Zutat beim Backen und verfeinern von Smoothies, Dips und Marinaden.
  • Preiswert, lecker & proteinreich sind selbstgemachte vegane Brotaufstriche mit Samen & Nüssen + Hülsenfrüchten.

2. Soja-Produkte

Sojabohnen (siehe Tabelle Hülsenfrüchte) sind hervorragende Proteinquellen. Sie sind die Basis für Soja-Produkte wie Tofu (Räucher-, Nuss-Tofu, etc.), Seidentofu, Tempeh und Soja-Drinks.

Für derartige, weitgehend naturbelassene Produkte wird auch zunehmend Protein von Erbsen, Kichererbsen und Lupinen verwendet.

  • Sojagranulat 50 g
  • Tempeh 19 g
  • Miso 10,5 g
  • Tofu 9 g
  • Seidentofu 5,5 g
  • Soja-Drink 3,5 g

  • Koche mit Basis-Produkten, die du nach eigenem Geschmack würzen und marinieren kannst. 
  • Bevorzuge Produkte mit Bio-Soja aus Deutschland und der EU.
  • Kennst du Tempeh?

    Tempeh sieht ein bisschen so aus, wie eine Mischung aus Reiswaffel und Camembert. Tatsächlich besteht es aus gekochten, fermentierten Sojabohnen, die von einem weißen Edelschimmel überzogen sind. Tempeh eignet sich zum Marinieren, Braten und Grillen.

  • Kennst du Miso?

    Miso ist eine proteinreiche Paste aus fermentierten Sojabohnen, je nach Sorte mit wechselnden Anteilen Reis oder anderen Getreidesorten. Miso enthält Vitamine, wertvolle Milchsäurebakterien, ist ein wesentlicher Bestandteil der traditionellen japanischen Küche und wird als natürliche Würze in Suppen (Miso-Suppe) und weiteren Gerichten verwendet. 

  • Kennst du Seitan?

    Seitan ist kein Sojaprodukt, sondern ein Lebensmittel aus Weizenprotein. Im asiatischen Raum hat Seitan, vergleichbar Tofu, eine lange Tradition als Fleischersatz, ist vielseitig einsetzbar und sehr proteinreich. Für eine glutenfreie Ernährung ist Seitan ungeeignet, da es aus reinem Weizen-Klebereiweiß bzw. Gluten besteht. 

3. Nüsse & Samen

Nüsse & Samen sind proteinreich, punkten mit wertvollen Fettsäuren und sind ein perfekter Snack für zwischendurch. Knabber am besten täglich eine Handvoll oder streu die kleinen Kerne als Topping über Müslis, Bowls, Salate, Suppen. Auch Nussmuse, idealerweise ohne Zuckerzusatz und Zusatzstoffe, kannst du beim Kochen vielfältig einsetzen.

  • Sojagranulat 50 g
  • Tempeh 19 g
  • Miso 10,5 g
  • Tofu 9 g
  • Seidentofu 5,5 g
  • Soja-Drink 3,5 g

  • Koche mit Basis-Produkten, die du nach eigenem Geschmack würzen und marinieren kannst. 
  • Bevorzuge Produkte mit Bio-Soja aus Deutschland und der EU.

4. Getreide

Auch Getreide und Getreideprodukte sind eine wichtige pflanzliche Proteinquelle. Im Mix mit Hülsenfrüchten ist ihr Eiweiß besonders gut verwertbar.

  • Dinkel 17 g
  • Emmer 15 g
  • Einkorn 15 g
  • Kamut 14 g
  • Hafer (Flocken, Vollkorn) 13 g
  • Teff 13 g
  • Buchweizen 10 g
  • Hirse 10 g
  • Weizen 11 g
  • Roggen 9 g
  • Mais 8,5 g
  • Reis 7 g

  • Greif bei Brot, Brötchen, Reis und Nudeln zu Vollkornprodukten. So profitierst du von einem Plus an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.

5. Pseudogetreide

Ihre glutenfreien Körner ähneln echtem Getreide (Süßgräser), sind aber botanisch nicht mit ihnen verwandt. Amaranth ist ein Fuchsschwanz-, Quinoa ein Gäsefuß-, Buchweizen ein Knöterichgewächs.

  • Amaranth 15 g
  • Quinoa 14 g
  • Buchweizen 10 g

  • Buchweizenmehl schmeckt großartig in Blinis oder Pancakes. Ansonsten kannst du beim Backen von Kuchen und Brot einen Teil des Mehls damit ersetzen. Geschrotet sind die nussigen Körner genial für Bratlinge.
  • Mit Amaranth und Quinoa lassen sich raffinierte Salate zubereiten. Gepoppt sind sie ein knuspriges Highlight für Desserts und Müslis.

6. Gemüse

Die meisten Gemüsesorten haben moderate Proteingehalte. Einige Sorten, wie grünes Kohlgemüse, überraschen jedoch mit höheren Werten. Und da Gemüse in der Regel in großen Portionen verzehrt wird, leistet auch diese Gruppe einen wichtigen Beitrag zur Proteinversorgung.

  • Rosenkohl 4,5 g
  • Brokkoli 4 g
  • Wirsing 3 g
  • Zuckermais 3 g
  • Spinat 3 g
  • Spargel, grün 2,5 g
  • Kartoffeln 2,5 g
  • Spargel, weiß 2 g

7. Pilze

Pilze sind fett- und kalorienarm und sollten wegen ihres Proteingehalts ebenfalls öfters auf den Teller kommen.

  • Steinpilze 5 g
  • Austernpilze 3,5 g
  • Champignons 3 g

Wie unterscheiden sich pflanzliche und tierische Eiweißquellen?

Wie gut eine Proteinquelle ist, hängt nicht nur von der Proteinmenge ab. Wichtig sind auch Bio-Verfügbarkeit und Proteinqualität. Hier unterschieden sich pflanzliche und tierische Eiweißquellen.

Bio-Verfügbarkeit - Protein verwertbar machen

Im Gegensatz zu tierischen Produkten enthalten pflanzliche Lebensmittel viele unverdauliche Bestandteile, die ihre Bio-Verfügbarkeit verringern.

So steigerst du die Bio-Verfügbarkeit

Kleinschneiden (Gemüse), Pürieren (Smoothies), Einweichen (Hülsenfrüchte, Getreide), Erhitzen, Säuern & Marinieren (Salate). Ist die Nahrung so zubereitet, können Verdauungsenzyme im Darm das pflanzliche Eiweiß besser aufschließen, und es ist vorteilhafter verwertbar.

Proteinqualität verbessern - clever zubereiten und kombinieren

Proteine einzelner pflanzlicher Lebensmittel (Ausnahmen: Soja, Lupine) haben eine geringere biologische Wertigkeit als die meisten Tierischen.

In einer pflanzenbetonten Ernährung ist es daher besonders wichtig, sich aus verschiedenen Proteinquellen zu bedienen. In der Praxis profitierst du dabei nicht nur von abwechslungsreichen, kreativen Gerichten, sondern steigerst gleichzeitig die Proteinqualität deiner Nahrung.

Was ist die Biologische Wertigkeit

Es gibt verschiedene Methoden, um die Proteinqualität zu bestimmen. Die gebräuchlichste ist die Biologische Wertigkeit (BW). Sie ist ein Maß dafür, in welchem Umfang Nahrungsprotein in eigenes Körpereiweiß umgesetzt werden kann. 

Verglichen mit einem Hühnerei BW 100 % beträgt beispielsweise die BW von Kartoffeln 95 %, Süßlupine 91 %, Kuhmilch 86 %, Rindfleisch 87 %, Soja 84 %, Mais 74 %, Weizen 59 %.

So steigerst du die biologische Wertigkeit deiner pflanzlichen Nahrung

  • Optimiere die Biologische Wertigkeit, indem du verschiedene Eiweißquellen bunt und abwechslungsreich kombinierst. Das kann innerhalb einer Mahlzeit sein, funktioniert aber auch, wenn die Lebensmittel über den Tag verteilt gegessen werden.
  • Eine ideale Protein-Kombi sind Getreide + Hülsenfrüchte! Praktisch umgesetzt könnten das diese leckeren Gerichte sein: Vollkornbrot mit Hummus, Vollkornpasta mit Linsensugo, Linsencurry auf Vollkornreis, Erbsensuppe plus Vollkornbrötchen, Bulgursalat mit Kichererbsen
  • Weitere günstige Protein-Kombis: Ofenkartoffeln + Nuss-Crunch, Sojadrink + Haferflocken + Nüsse

Zusammenfassung

  • Es gibt eine Vielzahl natürlicher pflanzlicher Proteinquellen wie Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Kohlgemüse, Pilze, Samen & Kerne. Sojaprodukte wie Tofu, Sojadrinks, etc. ergänzen diese Auswahl. Auch Algen sind gute Proteinlieferanten mit Zukunftspotenzial.
  • Pflanzenkost enthält kein Cholesterin und bringt Ballaststoffe, Vitamine, sekundäre Pflanzenstoffe und wertvolle ungesättigte Fettsäuren ins Essen. Auch Nicht-Veganer:innen können davon gesundheitlich profitieren. Probieren Sie ruhig mal das ein oder andere Vegan-Gericht – es lohnt sich!
  • Köstlich vegan Kochen & Backen funktioniert auch ohne tierische Produkte.
  • Spezielle vegane Produkte und Proteinpulver sind ebenfalls kein Muss.

Fazit: Mit einem vollwertigen Protein-Mix aus unterschiedlichen veganen Proteinquellen ist es für gesunde Erwachsene sehr gut möglich, den individuellen Eiweißbedarf zu decken. Das gilt auch für Sportler:innen. Menschen mit besonderem Bedarf wie Leistungssportler und vor allem Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende sollten sich von Ernährungsfachkräften beraten und begleiten lassen.

In dieser Liste finden Sie die Proteinquellen mit den höchsten Eiweißmengen:

Die Top 10 der veganen Produkte mit den meisten Proteinen

LebensmittelEiweiß
Süßlupinensamen, getrocknet36 g
Kürbiskerne35 g
Erdnusskerne35 g
Sojabohnen, getrocknet34 g
Hanfsamen, geschält32 g
Linsen, getrocknet26 g
Erbsen, getrocknet23 g
Sonnenblumenkerne22,5 g
Leinsamen22 g
Pistazienkerne21 g
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