Scharfes Vindaloo Curry

Fleischlos genießen. Mit vielen Rezepten zur Auswahl!

Vegetarische Ernährung – Alle Infos auf einen Blick

Reduzierter Fleischkonsum oder gar ganz fleischlos essen: Was vor ein paar Jahren als Trend begann, ist für viele heute eine Überzeugung.

Immer mehr Menschen verzichten der Tiere, der Umwelt oder der eigenen Gesundheit zuliebe auf Fleisch, Fisch oder tierische Produkte. Und das ist gut so! Wir von tegut… unterstützen Veggie-Fans mit vielen leckeren Rezepten und bieten Ihnen in unseren tegut… Märkten eine bunte Auswahl an vegetarischen Produkten an. Sie werden sehen: Die vegetarische Ernährungsform bedeutet schon lange nicht mehr Verzicht.

Was ist vegetarische Ernährung?

Das Hauptmerkmal jeder vegetarischen Ernährung ist der bewusste Verzicht auf Lebensmittel vom toten Tier – egal, ob von Schwein, Rind, Geflügel oder Fisch und Meeresfrüchte. Die kommen nicht auf den Tisch – auch nicht in Form von Schmalz und Gelatine mit ihren tierischen Inhaltsstoffen. Erlaubt sind – je nachdem welche Art des Vegetarismus Sie leben – Eier, Milchprodukte wie Käse sowie Honig.

Was bedeutet vegetarisch?

Das Wort stammt aus dem Lateinischen, abgeleitet von „vegetare“ (= beleben) bwz. „vegetus“ (= frisch, lebendig, belebt). Vegetarismus kennzeichnet also eine Ernährungsweise, die lebendig und belebend sein soll. 

Wer isst was verschiedene lebensmittel Hähnchenfleisch, Rosenkohl, Lachs

Wer is(s)t was?

Nicht alle Vegetarier:innen ernähren sich gleich, auch innerhalb der vegetarischen Ernährung gibt es unterschiedliche Auslegungen. Manche sind überzeugte Veganer:innen und lehnen damit Eier oder Milchprodukte ab, andere wollen auf ein gutes Steak nicht verzichten, wieder andere bevorzugen Fleisch und Gemüse im Wechsel. Ob nun Lacto-Vegetarier:innen, Flexitarier:innen oder Pescetarier:innen: Was ist erlaubt an Lebensmitteln, worauf wird im Einzelnen verzichtet?

Ernährungsformen entdecken!

Die vegetarische Variante der Ernährungspyramide

Mit ihrer Hilfe siehst du auf einen Blick, wie du dich abwechslungsreich vegetarisch ernähren kannst. Statt Fleisch, Fisch, Wurst und Ei gibt es einen Baustein für proteinreiche, pflanzliche Lebensmittel – die vierte Ebene der vegetarischen Ernährungspyramide.

Wasser ist die Basis jeder vegetarischen Ernährung – ob als Mineral- oder Leitungswasser oder als Kräuter- und Früchtetee. Trink täglich mindestens 1,5 Liter davon. Auch in Maßen koffeinhaltiger Kaffee und Tee sowie stark verdünnte Obst- und Gemüsesäfte (1 Teil Saft, 3 Teile Wasser) gehören dazu.

Iss davon 5 Portionen täglich – ob nun Vegetarier oder nicht. Am besten 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst. 1 Portion ist gleich eine Handvoll.

Darin sind wertvolle Kohlenhydrate, Vitamine und Ballaststoffe enthalten, die viel Energie liefern. Neben Getreide und Kartoffeln gehören in diese Stufe auch Brot, Getreideflocken, Reis oder Nudeln. Vollkornprodukte sind wegen ihres höheren Nährstoffgehalts besonders gut für die vegetarische Ernährung geeignet.

Die nächste Stufe ist für Vegetarier bedeutsam: Es sind die wertvollen Proteinquellen, die sonst Fleisch und Fisch liefern. Greifen Sie zu bevorzugt zu Kichererbsen, Linsen, Bohnen, Sojaprodukten und Co. Nüsse und Samen sind übrigens reich an Eiweiß und gesunden Fetten – und eignen sich wunderbar zum Snack zwischendurch oder zum Verfeinern von Salaten und Suppen. Ideal sind täglich 30-60 Gramm.

Vegetarier, die Eier und Milchprodukte für sich erlauben, sollten laut vegetarischer Nährstoffpyramide am Tag bis zu 250 ml Milch oder 50 Gramm Käse verzehren. Mehr als 2 Eier die Woche sollten es generell nicht sein.

Empfehlenswert sind 2–4 Esslöffel am Tag. Leinöl, Olivenöl oder Walnussöl mit hohem Omega-3-Anteil sind besonders wichtig. Nimm zum Braten zum Beispiel Sonnenblumenöl oder Rapsöl.

Sie stehen an der Spitze der vegetarischen Ernährungspyramide. Genieß sie nur in Maßen (auch wenn es schwerfällt).

Wusstest du schon? Parmesan wird mit tierischem Lab hergestellt. Das ist ein Enzym-Mix aus dem Magen von Kälbern. Der sorgt bei der Käseherstellung dafür, dass die Milch eingedickt wird. Die vegetarische Alternative: mikrobielles Lab – von Mikroorganismen aus Schimmelpilz-Kulturen. 

Wichtig zu wissen: Lab ist „nur“ ein Hilfsstoff in der Käseherstellung – der Ursprung muss daher nicht deklariert werden. Wer auf Nummer sichergehen will, fragt an der Käsetheke oder direkt beim Hersteller nach.

Jetzt mitmachen beim Veganuary!

Vegetarisch ernähren - so gelingt es!

Auf Fleisch und Fisch zu verzichten, heißt nicht zwangsläufig, dass man seiner Gesundheit etwas Gutes tut. Weißmehl, zuckerhaltige Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoffe beinhalten zwar keine tierischen Bestandteile per se, doch gesund sind sie nicht. Daher Buttertoast, gesüßten Tee, Fritten und Fertigpizza besser nur in Maßen verzehren oder am besten ganz vom Speiseplan streichen. Wer sich vegetarisch ernähren möchte, sollte vor und während der Ernährungsumstellung einige Dinge beachten. Die wichtigsten Tipps für Einsteiger:

Essen vorbereiten

Ein abwechslungsreicher Speiseplan beugt einseitiger Ernährung vor. Greif dabei auf natürliche und unverarbeitete Lebensmittel zurück – am besten saisonales Obst und Gemüse idealerweise aus der Region. Und wer sich Gedanken macht über seine Mahlzeiten, kann so die Woche stressfreier meistern und spart neben Geld auch Zeit. So einfach geht's: Erstellen deinen individuellen Wochenplan oder bereite mit Meal Prepping das Essen für eine ganze Woche vor.

Jetzt individuellen Wochenplan erstellen!

Meal Prepping Ideen entdecken!

Nährstoffe beachten – die sind wichtig!

Wer sich ausgewogen vegetarisch ernährt, braucht in der Regel keine Nahrungsergänzungsmittel. Folgende Nährstoffe sind bei der vegetarischen Ernährung besonders wichtig:

  • Eiweiß für den Muskelaufbau und fürs Immunsystem. Da tierisches Eiweiß aus Fleisch und Fisch bei vegetarischer Ernährung wegfällt, können auch pflanzliche Proteine, Eier und Milchprodukte den Bedarf abdecken.
  • Eisen für die Blutbildung. Hülsenfrüchte, Nüsse und dunkles Blattgemüse wie Spinat oder Grünkohl sind besonders gute Eisenlieferanten.
  • Zink für das Zellwachstum, das Immunsystem und die Wundheilung. Enthalten in Milch, Quark & Co, Eiern, Hülsenfrüchten und Getreideprodukten.
  • Omega-3-Fettsäuren beeinflussen den Blutdruck und beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. Da der Körper sie nicht selbst herstellen kann, müssen sie über die Nahrung zugeführt werden.
  • Vitamin B12 ist lebenswichtig für die Bildung roter Blutkörperchen und der Zellteilung. Wer Eier und Milchprodukte verzehrt, kann darüber seinen Bedarf abdecken. Ein Besuch beim Arzt kann Ihnen Klarheit verschaffen, ob Sie Vitamin B12 supplementieren müssen. Dies ist insbesondere bei Veganer:innen notwendig.

Vegan und vegetarisch kochen – fleischlos lecker

Mittlerweile haben wir rund 1.900 vegetarische Rezepte und über 500 vegane Rezepte für dich entwickelt – mehr als die Hälfte der Sammlung unserer tegut... Kochwerkstatt. Und es kommen regelmäßig neue hinzu. Stöber in der großen Auswahl und lass dich überraschen. Du wirst sehen, fleischlos essen ist alles – nur nicht langweilig!

Tipps und Tricks für eine ausgewogene vegetarische Ernährung

Der wohldurchdachte Mix wichtiger Inhaltsstoffe, wie Eiweiße oder Vitamine macht‘s. Du wirst sehen, es ist leichter als gedacht, Vegetarier:in zu werden. Bewusste, auf pflanzlichen Zutaten basierte Ernährung wird auch als Plant based food bezeichnet. Halte dir deine persönlichen Gründe vor Augen und werde dir darüber bewusst, dass Veränderungen nicht von heute auf morgen gelingen. Such dir Mitstreiter! Denn gemeinsam gelingt manche Umstellung leichter.

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, verzichtet sogar wie Veganer:innen auf Fleisch, Geflügel, Fisch sowie alle tierischen Produkte – inklusive Eiern, Milch und alles, was daraus hergestellt werden kann. Dazu Honig und Co. Fest steht: Die vegane Ernährung wird immer beliebter.

Die Top 10 der veganen Proteinquellen

Pflanzliches Eiweiß aus Vollkornbrot, Haferflocken, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Kartoffeln kombiniert mit tierischem Eiweiß aus Milchprodukten oder Eiern ist für die vegetarische Ernährung besonders zu empfehlen. Hier die wichtigsten proteinreichen pflanzlichen Lebensmittel:

  1. Hafer- oder Hirseflocken
  2. Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen
  3. Pseudogetreide wie Amaranth oder Quinoa
  4. Tofu und andere Sojaprodukte
  5. Kohlsorten wie Brokkoli, Rosenkohl oder Grünkohl
  6. Nüsse – allen voran Erdnüsse und Pistazien
  7. Samen und Kerne wie Sonnenblumenkerne
  8. Hefeflocken
  9. Nudeln aus Hartweizen
  10. Keime und Sprossen.
Das Bild zeigt die vegane Zuckeralternative Honig in einem Topf.

Gesund süßen – die Alternativen

Zuckerrübensirup, Löwenzahnhonig, Kokosblütenzucker oder Agavendicksaft süßen ganz natürlich – eine tolle Alternative zu industriell hergestelltem Zucker oder synthetischen Süßstoffen.

Vegane Zuckeralternativen

Soja Bohnen und Soja Milch in einem Henkelglas

Soja, ja! Aber bitte ohne Gentechnik

Soja ist eine beliebte Zutat auf so gut wie jedem vegetarischen Speiseplan – und das soll auch so bleiben. Ganz wichtig ist uns dabei, dass Soja ohne Gentechnik angebaut wird.

Ohne Gentechnik – mehr lesen

Grillen nach Veggie-Art

Zauber dir tolle vegetarische Gerichte auf dem Grill. Nicht nur Vegetarier lieben unsere leckeren Rezeptideen mit buntem Grillgemüse, gegrilltem Ziegenkäse auf Tomaten oder den Halloumi-Spießen nach Schaschlik-Art. Auf geht’s: Die Grillsaison kann starten!

Vegetarische Grillrezepte
mediterrane Pasta mit Tomaten und Hühnchen

Fazit: Vegetarische Ernährung – mach jetzt den Anfang!

Es war noch nie so einfach wie heute, den Fleischkonsum zu reduzieren. Und wer nicht ganz auf den Geschmack von Fleisch verzichten möchte, isst vielleicht statt fünfmal nur zweimal in der Woche Fleisch, bevorzugt aus artgerechter Haltung.

Pflanzenbasierte Burger, Schnitzel und Würstchen schmecken häufig genauso lecker. Lege Veggie-Tage ein – wie viele in der Woche bestimmst du selbst. Fest steht: Vegetarisch essen ist gelebte Verantwortung. Und das fühlt sich gut an!