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Mindesthaltbarkeitsdatum

Nützliche Informationen zur Haltbarkeit von Lebensmitteln.

Reispackung mit Mindesthaltbarkeitsdatum Aufdruck

Kann ich den Joghurt mit dem abgelaufenen Haltbarkeitsdatum noch essen? Die Antwort: Sieht er appetitlich aus, riecht er gut und ist auch sonst nichts zu beanstanden? Dann guten Appetit! Leider wirft jeder Einzelne von uns etwa 75 Kilogramm Lebensmittel im Jahr weg. Ein Grund: Viele halten sich zu strikt ans Mindesthaltbarkeitsdatum – abgekürzt MHD. Hochgerechnet auf alle Verbraucher landen so viele Millionen Produkte im Müll, die eigentlich zu gut für die Tonne sind. Schade, oder? Was das MHD bedeutet, wann Lebensmittel besser weggeworfen werden sollten oder ob ein Produkt auch nach Ablauf des MHDs genießbar ist, lesen Sie in diesem Beitrag

Was ist das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Die Mindesthaltbarkeit gibt an, bis wann Lebensmittel ihre spezifischen Eigenschaften wie Geschmack, Geruch, Farbe, Konsistenz und Nährwert behalten. Häufig hängt die Haltbarkeit von bestimmten Bedingungen ab wie der Lagertemperatur.

Bei der Kennzeichnung müssen Hersteller bestimmte Regeln einhalten. Diese unterscheiden sich je nach Produkt:

  • Bei einer Mindesthaltbarkeit von bis zu 3 Monaten muss es heißen: „mindestens haltbar bis … (Tag, Monat, Jahr)“. Beispiel: Wurstwaren.
  • Bei einer Haltbarkeit zwischen 3 und 18 Monaten muss nur Monat und Jahr angegeben werden, ohne Angabe des Tages: „mindestens haltbar bis Ende … (Monat, Jahr)“. Beispiele: Getreide, Nudeln und Säfte.
  • Bei Lebensmitteln, die über 18 Monate haltbar sind, reicht die Angabe des Jahres aus: „mindestens haltbar bis Ende ... (Jahr)“. Beispiel: Konserven.

Die Lagerungsbedingungen müssen ausgewiesen werden, z.B. bei Milchprodukten mit dem Zusatz „bei max. 7 °C mindestens haltbar bis …“. Bei Trockenprodukten wie Mehl bzw. Backmischungen gehört der Hinweis „kühl und trocken lagern“ mit dazu.

Achten Sie immer auf die mit dem MHD empfohlene Kühlung. Wichtig: Es gibt keinen rechtlichen Anspruch, wenn das Produkt schon vor dem angegebenen Datum nicht mehr verzehrfähig ist.

Wo finde ich das MHD?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist vom Hersteller deutlich lesbar und „unverwischbar“ auf der Ware anzubringen. Steht das Datum nicht auf dem Etikett, sondern an einer anderen Stelle wie dem Deckelrand, dem Flaschenverschluss oder dem Boden, so wird darauf hingewiesen: „Mindestens haltbar bis: siehe Deckel“.

Welche Produkte brauchen keine Kennzeichnung?

Das MHD ist nicht erforderlich bei frischem Obst und Gemüse, Wein, Sekt, alkoholischen Getränken mit mindestens 10 Vol. % Alkohol, Backwaren, die innerhalb von 24 Stunden gegessen werden, festem Zucker, Zuckerwaren, die fast nur aus Zuckerarten mit Aromastoffen und/oder Farbstoffen bestehen, Speisesalz, Essig, Kaugummi und ähnlichen Erzeugnissen  zum Kauen. Lose Ware trägt ebenfalls kein Mindesthaltbarkeitsdatum.

Lebensmittel mit Verbrauchsdatum

Das Verbrauchsdatum – abgekürzt VD – ist gesetzlich vorgeschrieben bei Lebensmitteln, die durch Keime sehr leicht verderben und die dann gesundheitsschädlich sein können (z.B. Hackfleisch, frisches Geflügel oder Rohmilch-Produkte). Das Verbrauchsdatum ist wie das MHD auch vom Hersteller deutlich lesbar und „unverwischbar“ auf der Verpackung oder dem Etikett anzubringen. 

Gut zu merken: Immer, wenn Sie „Zu verbrauchen bis: ...“ lesen, wissen Sie, dass es sich um ein schnell verderbliches Produkt handelt. Diese Lebensmittel dürfen nach Überschreitung des angegebenen Verbrauchsdatums nicht mehr verkauft werden und sollten in der heimischen Küche bis spätestens zu diesem Stichtag zubereitet werden.

Bis dahin kann es jedoch bei richtiger Lagerung bedenkenlos verzehrt werden. Die Lagerungstemperatur steht mit dabei, zum Beispiel: „Ungeöffnet bei unter +2°C zu verbrauchen bis: ...“.

Tipp: Unsere nachhaltigen Tiefkühltaschen sind ideal, um die Kühlkette beim Transport der Produkte vom Supermarkt bis nach Hause besser einzuhalten.

Unterschied Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist eine Orientierungshilfe, etwas ist „mindestens haltbar bis“. Wichtig: Ein überschrittenes Verbrauchsdatum hingegen ist immer ein Wegwerfgrund – im Handel und zu Hause. Unsichtbare Keime oder Bakterien wie Salmonellen können schon nach kurzer Zeit eine Gefahr für die Gesundheit sein. Daher ist in Deutschland der Verkauf von Lebensmitteln nach Ablauf des Verbrauchsdatums grundsätzlich verboten. 

Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen – kann man das Lebensmittel noch essen oder trinken?

Die meisten Lebensmittel sind nach Ablauf des MHDs bedenkenlos genießbar und optimal geeignet für die Resteverwertung, wenn ... 

  • die Packung original verschlossen ist. Denn das Öffnen führt dazu, dass Sauerstoff, Feuchtigkeit oder Mikroorganismen zum schnelleren Verderb führen können.
  • sie richtig gelagert wurden. 
  • wenn die Prüfung mit allen Sinnen – sehen, riechen, fühlen, schmecken – keine auffälligen Eigenschaften feststellt. Gilt auch bei geöffneten Verpackungen.

Gut zu wissen: Viele Hersteller legen das MHD frühzeitig fest, um auf der sicheren Seite zu sein.

Die Kurzformel:

Haltbarkeitsdatum überschritten? Lebensmittel prüfen.

Verfallsdatum überschritten? Ab in die Tonne.

Wie kann man erkennen, ob Lebensmittel noch gut sind?

Nahrungsmittel verderben unterschiedlich schnell. Prüfen Sie diese vorab: Sieht alles gut aus? Riecht und schmeckt es gut? Dann ist es meistens auch noch gut. Fällt Ihnen ein untypischer Geruch oder Geschmack auf, dann ab damit in die Tonne! Schimmel auf der Marmelade beispielsweise sollte immer ein Wegwerfgrund sein, da sich Sporen ausbreiten können. Die besten Kontrolleure sind Augen, Nase und Zunge.

Wir haben für Sie Haltbarkeitstipps zusammengestellt, an denen Sie sich orientieren können. Bier können Sie auch nach Ablauf des MHDs noch trinken, Milch auch, solange sie nicht flockt oder säuerlich schmeckt. Wasserhaltiges Obst ist schnell schimmelanfällig und Eier können unter bestimmten Voraussetzungen bis zu 2 Wochen drüber verzehrt werden.

Haltbarkeit einzelner Lebensmittel

Tipp: Behalten Sie Ihre Vorräte stets im Auge – der beste Schutz vor dem Verderb von Lebensmitteln – und lassen Sie Lebensmittel nicht zu lange im Warmen liegen.

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Fazit: Die Angabe der Haltbarkeit ist wichtig

Verbraucher sind auf Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum angewiesen – beides hilft bei der Kaufentscheidung. Planen Sie Ihre Wocheneinkäufe entsprechend: Milchprodukte sind kürzer haltbar als Nudeln und Fleisch sollte baldmöglichst zubereitet werden. Das Verbrauchsdatum gibt den letzten Tag an, an dem das Lebensmittel verkauft und verzehrt werden darf.

Zum Glück ist ein abgelaufenes MHD kein Wegwerfgrund. Sorgen Sie dafür, dass Ihre Lebensmittel gleich nach dem Einkauf optimal gelagert werden. Einkaufszettel und gute Wochenplanung für die Familie helfen, nicht zu viel einzukaufen und zu Hause keine Lebensmittel wegzuwerfen.

Oft länger gut!

Artikel, die sich dem Mindesthaltbarkeitsdatum nähern, kennzeichnen wir bei tegut... mit dem Hinweis „Oft länger gut“. Und Sie sparen ordentlich dabei: Wir reduzieren die Preise erst um 30, dann 50, schließlich um 75 Prozent. Gut gegen die Verschwendung von Lebensmitteln!

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Häufige Fragen zum Thema Mindesthaltbarkeitsdatum

Was ist das Mindesthaltbarkeitsdatum?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) gibt an, bis zu welchem Termin ein Lebensmittel bei sachgerechter Kühlung und Lagerung auf jeden Fall ohne wesentliche Geschmacks- und Qualitätseinbußen sowie ohne gesundheitliches Risiko verzehrbar ist.

Wer legt das Mindesthaltbarkeitsdatum fest?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) eines Produktes wird nicht vom Gesetzgeber bestimmt. Der Hersteller legt das Mindesthaltbarkeitsdatum in eigener Verantwortung fest und garantiert bis zum angegebenen Datum Qualität und Haltbarkeit. Ausnahme: Eier, da gelten 28 Tage nach Legedatum.

Gibt es Lebensmittel, die nicht mit dem MHD gekennzeichnet werden müssen?

Das MHD ist nicht erforderlich bei frischem Obst und Gemüse, Wein, Sekt, Getränken mit mindestens 10 Vol. % Alkohol, Backwaren, die innerhalb von 24 Stunden gegessen werden, festem Zucker, Zuckerwaren, die fast nur aus Zuckerarten mit Aromastoffen und/oder Farbstoffen bestehen, Speisesalz, Essig, Kaugummi und ähnlichen Erzeugnissen zum Kauen. 

Ist es in Deutschland erlaubt, Lebensmittel nach Ablauf des MHD zu verkaufen?

Ja! Lebensmittel mit abgelaufenem Mindesthaltbarkeitsdatum unterliegen keinem Verkaufsverbot. Denn nach Ablauf des MHD sind Lebensmittel nicht automatisch verdorben. Laut Lebensmittelverband stellt der Händler durch Stichproben sicher, dass das Produkt noch genießbar ist.

Kann ich Lebensmittel nach Ablauf MHD noch essen und trinken?

Ja, Sie können Lebensmittel nach abgelaufenem MHD bedenkenlos essen und trinken, wenn die original verschlossene Verpackung richtig gelagert wurde und das Lebensmittel den sensorischen Check besteht: Riecht es unangenehm, schmeckt es säuerlich oder prickelt es auf der Zunge? Dann ab damit in die Tonne.

Gilt das Mindesthaltbarkeitsdatum für bereits geöffnete Lebensmittel?

Nein! Ist eine Lebensmittelpackung bereits geöffnet, gilt das Haltbarkeitsdatum nicht mehr. Denn durch das Öffnen können Sauerstoff, Feuchtigkeit und Mikroorganismen dafür sorgen, dass ein Lebensmittel schneller verdirbt. 

von Online-Redaktion